Ein paar Worte in eigener Sache: Warum hier bestimmte Antworten gelöscht werden.

Ute Rott
Forsthaus Metzelthin

Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, daß ich eine ausgesprochene Gegnerin der „Sportart“ Schutzdienst oder neudeutsch „VPG“ bin. Das hat viele Gründe, u.a. auch, weil ich selber fast zwei Jahre meinen Rüden mit dieser so sagenhaft guten Möglichkeit, Hunde zu erziehen und auszulasten, trainiert habe. Deutlich länger habe ich allerdings dafür gebraucht, ihm das alles wieder abzutrainieren, was er sich in dieser Zeit an Irrsinn angewöhnt hatte. Eine ganz tolle Folge dieses Trainings war, daß er sein Vertrauen zu mir vollkommen verloren hatte.

Desweiteren habe ich viel in dieser Zeit auf verschiedenen Hundeplätzen und bei Vereinen, die nach wie vor tolle Ergebnisse bei Prüfungen einfahren, gesehen, das mich damals schon irritiert hat und mich heute noch nachhaltig erschüttert.  Hier nur ein paar Beispiele:
– Normalerweise nette, freundliche Menschen haben auf ihre Hunde eingeprügelt, um sie auf die Prüfung oder das Training einzustimmen.
– Ebenso hatten einige kein Problem damit, Hunde, die nachweislich HD in schlimmster Form hatte und lt. Tierarzt geschont hätten werden sollen, zu Prüfungen zu führen, u.a. mit dem Argument, sonst hat der Verein nicht genug Teilnehmer.
– Ich habe genügend „eingesagte“ Trainings miterlebt, zu denen eben nicht jeder eingeladen werden darf, weil es da richtig zur Sache geht: mit Strom aufgeladene Stachelhalsbänder waren da die Regel. Leider wußte ich damals noch nicht, daß das strafbar ist.
– Alle diese Leute haben behauptet, sie würden ganz spielerisch und nett nur über den Beutetrieb und niemals über den Wehrtrieb arbeiten. Wie wir alle wissen, ist keiner dieser „Triebe“ nachweisbar, das irritiert Schutzdienstler in keinster Weise. Warum auf nette und spielerische Ausbildung dann immer irgendwann irgendeine Form von Gewalt wie Würgen und / oder Strom notwenig ist, hat keinen gestört.
– Das Hauptargument, daß man manchmal eben doch ein bißchen (!) Druck machen muß, war immer: sonst klappts nicht in der Prüfung.

In vielen und ausführlichen Diskussionen habe ich seitdem versucht, Freunden und Befürwortern dieser „Sportart“ zu erklären, warum Hunde das einfach nicht wollen und warum es schlecht für Hunde ist, ihnen beizubringen, Menschen zu beissen. Ich habe Kronzeugen benannt und es gibt Untersuchungen, die belegen, daß SchH-Hunde deutlich eher durch unangemessenes Aggressionsverhalten auffallen, als alle anderen. Ich war geduldig und ausdauernd und dachte mir, daß es nicht auf die ankommt, die nix kapieren, sondern auf die anderen, die sich Gedanken machen. So denke ich immer noch.

Nachdem aber nach wie vor irgendwelche Ewiggestrigen meinen, sie müßten sich mit diesen Argumenten nicht befassen, sondern einfach pauschal folgende Argumente bringen :
– man kann das ganz nett und freundlich im Spiel aufbauen
– wenns schief läuft, wurde falsch trainiert
– wer gegen Schutzdienst ist, hat sowieso keine Ahnung
– wer nicht versteht, wie toll das für Hunde ist, hat von Hunden keine Ahnung
– der Hund lernt nur in den Arm zu beissen, das ist einfach nur ein lustiges Spiel
– ……………..
und mich damit zumüllen, habe ich beschlossen, daß ich die Faxen jetzt dick habe. Ich werde nach wie vor nicht ruhen und rasten, mit Menschen, die ihr Hirn nicht an der Garderobe ihres Hundevereins oder ihrer Hundeschule abgeben, zu diskutieren und sie mit Argumenten zu überzeugen, daß Schutzdienst nichts mit Sport, dafür umso mehr mit Tierquälerei zu tun hat. Die sinnlosen Auseinandersetzungen mit denen, denen das Befinden ihres Hundes egal ist und die denken, Hunde sind doof, weil sie angeblich nicht verstehen, daß der Ärmel an einem Menschen hängt, und deren Kenntnisse über Körpersprache und Ausdrucksverhalten bei Hunden sich gegen Null bewegen, stelle ich hiermit ersatzlos ein. Deshalb werden alle Kommentare, die in irgendeiner Form für Schutzdienst oder für die Ausbildung von Hunden zum Beisssen sprechen nicht genehmigt und als Spam gekennzeichnet. Ebenso werden auf Facebook alle diese Beiträge in meinen Posts gelöscht. Ich bitte niemanden um Verständnis dafür. Die, die so denken wie ich, haben das sowieso, die anderen gehen mich nichts an.

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  1. Anke Thoma sagt:

    Danke für diesen klaren Blogbeitrag. Es gibt leider einige Leute, die stolz darauf sind, dass sie einen „wachsamen Hund“ haben, der jeden anfällt, der unerlaubt den Hof betritt. Mein Hund ist auch wachsam, kläfft aber nicht jeden Menschen an, der nur mal am Zaun vorbeigeht, sondern guckt erstmal, was Frauchen macht… 🙂
    Hunde mit Gewalt zu „erziehen“ ist ja wohl das Allerletzte. Wenn die Kommunikation mit Bello nicht klappt, ist ja wohl eher sein Mensch schuld. Herzliche Grüße auch Buchenhain!

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