Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen……….

Ein paar Gedanken zum Jahreswechsel

Ute Rott, Forsthaus Metzelthin

Egal ob man die Weihnachtsgeschichte von Josef, Maria und dem Christkind glaubt oder nicht: es ist eine anrührende Geschichte, die mir einfach nahe geht. Wie muß das schrecklich sein für eine hochschwangere Frau, von Haus zu Haus zu gehen und keiner hilft ihr. In einem kleinen Stall findet sie dann endlich die Möglichkeit, ihr Kind zur Welt zu bringen und nur ihr Mann und ein paar Tiere sind bei ihr. Und natürlich rührt es einen, wenn man an die Hilfe der Hirten denkt, an die Heiligen Drei Könige und nicht zuletzt an den Ochsen, der das Kind in der Krippe mit seinem Atem wärmt und an den Esel, der den dreien bei ihrer Flucht nach Ägypten hilft. Soweit die Legende.

Die Weihnachtsbotschaft, die von den Engeln verkündet wurde dagegen, finde ich heutzutage mehr als gruselig. „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“, welch schöne Worte, nur leider Schall und Rauch. Nein, diesmal ich meine nicht den Umgang mit Tieren, sondern den Umgang mit Menschen.  Wird es ab Weihnachten irgendwo auf der Welt friedlicher? Werden keine Waffen mehr exportiert, beschließt man gar alle Waffen zu vernichten? Nicht nur die in bestimmten Ländern? Holt man Soldaten aus aller Herren Länder zurück, damit sie besser in ihrem Land leben und arbeiten? Dürfen Militärs ab sofort keine Werbung mehr in Schulen für ihren – mittlerweile auch für deutsche Soldaten – blutigen Beruf machen? Werden Banker und Börsenspekulanten, die mit ihrer Zockerei andere ins Elend stürzen, endlich an ihrem unseligen Tun gehindert und weggesperrt? Wird endlich das Gezocke mit Lebensmitteln verboten und unterbunden, so daß alle Hungernden auf Erden satt werden?

Die Liste, was alles Frieden bringen könnte, ist endlos, das kann einen wahrlich entmutigen. Auch vieles, was jeden Tag berichtet wird, ist nicht dazu angetan, den Frieden zu befördern. Steht im Koalitionsvertrag, daß Deutschland endlich keine Waffen in Krisengebiete mehr exportiert? Hat irgendjemand die Hoffnung, daß Ursula von der Leyen eine friedfertige „Verteidigungs“ministerin wird, oder wird sie nicht genauso wie ihre Vorgänger eher eine Kriegsministerin sein? Hieß es nicht mal, Frauen seien per se friedlich? Glaubt jemand ernsthaft, sie als Mutter einer großen Kinderschar wird den Rüstungsetat kürzen lassen, damit das Geld z.B. der Bildung zugute kommt? Lassen wir ihr ruhig mal die üblichen 100 Tage Zeit, aber viel Hoffnung habe ich nicht. Vielleicht bleibt uns nach den 100 Tagen nur die Möglichkeit weiter zu träumen, von einer friedlichen Welt ohne Hunger und Krieg, ohne Menschen- und Tierquälerei, einer Welt in der alle Lebewesen ein Recht auf ein friedliches und selbstbestimmtes Leben haben.

Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen: wohlgemerkt einfach den Menschen, also vermutlich allen. Unabhängig davon, wo sie leben, was sie arbeiten, was sie glauben, ob Männer oder Frauen, Alte oder Junge, Haarfarbe, Hautfarbe, alles gleich, alle sollen in Frieden leben. Auch die Ausländer, die uns angeblich die Arbeit wegnehmen. Auch die HartzIV-ler, die angeblich nicht arbeiten wollen, auch Flüchtlinge aus Afrika, die die Gier fremder Menschen nach dem Reichtümern in ihren Ländern aufs Meer getrieben hat, wo viele elend ertrinken, und wer nicht ertrinkt wird ins heimatliche Elend zurückgeschickt……….. alle werden an angesprochen. Aber es reicht ja wohl die Botschaft zu hören, man muß doch nicht gleich Ernst machen, oder?

Jedes Jahr um diese Zeit gehen mir Gedanken wie diese durch den Kopf. Und jedes Jahr werden die Meldungen aus aller Welt schlimmer. 2014 jährt sich zum 100.Mal der Beginn des 1. Weltkrieges. Ein Grund zu feiern ist das wohl kaum. Vor allem angesichts der Tatsache, daß die Welt sich eigentlich in einem permanenten Kriegszustand befindet und keine Ende abzusehen ist.

Es wird sich auch nichts ändern, wenn nicht jeder einzelne von uns irgendwann aufsteht und sagt: ich mache das nicht mehr mit, ich möchte in Frieden leben und ich möchte, daß alles Menschen und alles, was auf Erden lebt, in Frieden leben kann.  Jeder muß bei sich selber und vor seiner Haustüre anfangen: ich, du, wir alle.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lebewesen dieser Erde ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für 2014. Ich wünsche uns allen, daß 2014 ein friedliches Jahr wird, daß es eingeht in die Geschichte der Menschheit als das Jahr, in dem die Weihnachtsbotschaft endlich angefangen hat zu Wirklichkeit zu werden.

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