Cesar Millan meint’s nicht so! Oder doch?

In diesem Video:

wird ein Interview gezeigt, bei dem Cesar Millan – endlich! – öffentlich Gegenwind bekommt. Der britische Moderator Alan Titchmarsh hat ihn damit konfrontiert, daß seine Methoden nicht nur vollkommen überholt, brutal und sinnlos sind, sondern daß viele Menschen, darunter auch viele Wissenschaftler solche Methoden ablehnen. Cesar Millan versteht ganz offensichtlich nicht, wovon Alan Titchmarsh spricht: brutale Schläge in die Kehle nennt er „Berührungen, um den Hund aufzuwecken“, jedes Mittel ist ihm recht, um die Wünsche seiner Kunden durchzusetzen, er demonstriert ganz hervorragend, daß er im Umgang mit Hunden nur wenig Möglichkeiten zur Verfügung hat: Brutalität, Dominanz, Durchsetzen, Kontrollieren, egal mit welchen Methoden. Und irgendwie meint er’s nicht böse. Oder doch?

Kontrolle immer und überall, Durchsetzen meiner Interessen mit welchen Mitteln auch immer, jedes Mittel anwenden, das mir zur Verfügung steht, das steht im krassen Gegensatz zu dem, was die meisten Menschen möchten, wenn sie sich einen Hund ins Haus holen. Sie möchten einen Freund, keinen Sklaven oder hörigen Knecht.

Ganz abgesehen davon: viele der Methoden, die Cesar Millan empfiehlt, sind verboten.

Hier: Canisund-Blog kann jeder nachlesen, was das Tierschutzgesetz zur Anwendung von Starkzwangmitteln wie Stachelhalsband oder Stromreizgeräten sagt. Zu Stromreizgeräten gibt es ein Urteil vom Bundesverwaltungsgericht Leipzig, Der Einsatz dieser Geräte ist verboten für alle und jedermann: Trainer, Jäger, Polizisten, Tierärzte,….. egal, niemand hat in Deutschland das Recht, einen Hund damit zu quälen. Wer es einsetzt, macht sich strafbar. Was Cesar Millan in seinen Filmen und Büchern macht, wenn er diese Geräte anpreist, ist de facto die Aufforderung zu einer Straftat. Selbst wenn er nicht so genau weiß, was er tut – was ja nicht unbedingt für die Qualität seiner Arbeit spricht -, sollte man sich schon gut überlegen, ob man sich strafbar machen möchte, nur weil einem nichts anderes für die „Erziehung“ seines Hundes einfällt. Es gibt genügend Trainer in Deutschland, die zeigen, daß es anders geht und daß respektvoller Umgang mit Hunden anders aussieht. Und die meinen’s so, ganz sicher!

Das Interview können auch Menschen ansehen, die kein oder zu wenig Englisch verstehen, denn es ist mit einer korrekten Übersetzung versehen.

Meinen innigen Dank an Alan Titchmarsh für dieses Interview! Hoffentlich sehen es viele Menschen.

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