Abstand halten!

Leider, leider gibt es immer noch viele Menschen, die ihren Hunden erlauben, zu jedem Hund zu rennen, weil „der will doch nur spielen“ und „meiner ist doch gaaaanz lieb“ und was dergleichen Unfug mehr. Unfug? Ja, Unfug. Denn der andere Hund möchte das vielleicht nicht, und das ist sein gutes Recht. Wir nehmen uns dieses Recht ganz selbstverständlich heraus, denn wir möchten auch nicht von wildfremden Menschen angbaggert, angemacht, umarmt oder einfach so zum Spielen aufgefordert werden. Viele von uns empfinden es schon als Frechheit, wenn sie mal nach dem Weg, der nächsten U-Bahnstation oder der Uhrzeit gefragt werden. Aber Hunde wollen immer und mit jedem, der des Wegs kommt, spielen? Ganz sicher nicht.

Es gibt zwei sehr gute Aktionen, die zu diesem Thema derzeit laufen:
„Benimmregeln für Hunde“ (eigentlich für Menschen)


und „Das Projekt Gelber Hund“.

Beide Aktionen ergänzen sich wunderbar und ich möchte sie deshalb hier bekannt machen. Wer selber einen Hund hat, der Abstand braucht, sollte ihn mit einem gelben Zeichen versehen: ein Halstuch, ein Schleifchen an der Leine oder am Geschirr, das kann man halten wie man möchte. Wer einen Hund mit einem gelben Schleifchen sieht, der weiß ab sofort, wie er sich zu benehmen hat.

Und wessen Hund andere Hunde belästigt und wer seinen Hund nicht abrufen kann, der kann gerne zu uns in die Hundeschule kommen, dann lernt er das bei uns. Die Ausrede: wir wohnen zu weit weg, gilt nicht, denn bei der Suche nach einer guten Hundeschule in Ihrer Nähe sind wir selbstverständlich behilflich.

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4 Kommentare zu Abstand halten!

  1. Ute Schnaitmann sagt:

    Warum muss es ein gelbes Schleifchen sein? Ist zwar niedlich aber eigentlich reicht meines erachtens die Leine vollständig aus.
    Sehe ich einen angeleinten Hund, dürfen meine Hunde nicht hin und umgekehrt erwarte ich auch, dass meine Hunde nicht belästigt werden wenn ich sie an der Leine führe.
    LG Ute

  2. Bärbel sagt:

    Ich frage mich, wie es tausende Jahre ohne einen solchen Schwachsinn ging. Naja, nicht ganz, es gab da ja mal eine Zeit, da mussten sich manche Leute auch was Gelbes anpinnen.

    Ich habe mir überlegt, ob ich nicht fahrbahre Zäune vertreibe. Da könnte der „moderne“ Hundehalter einfach die Leine einhaken, hätte seinen Hund gegen jegliche unerwünschte Einflüsse von aussen optimal gesichert, könnte sich auch gleich das „Verteidigen“ seines Hundes sparen und das Problem der Leinenführigkeit hätte sich ebenfalls erledigt.

    Denn – hey – das ein Hund neugierig ist und Kontakt mit Artgenossen aufnimmt, ist voll anormal und gehört nun echt nicht zum Hundeverhalten dazu. Und schonmal gar nicht ist diese Neugier ein wesentlicher Aspekt der Anpassungsfähigkeit unserer Hunde.

    • Ute Rott sagt:

      Ganz so einfach ist es leider nicht, da es jede Menge Hunde gibt, die nie gelernt haben, sich freundlich und höflich einem Hund zu nähern. Und daraus resultieren dann Hunde, die sich überfallartige Annährerungung energisch verbitten, seien sie noch so nett gemeint. Darüberhinaus gibt es noch viele Beispiele, bei denen es selbstverständlich sein sollte, daß Hundehalter ihre Hunde zurückhalten und dies einfach nicht tun: ein Hund ist krank, frisch operiert, eine Hündin ist läufig…… Deshalb sind solche Aktionen leider notwendig.

  3. Johannes Grossmann sagt:

    Nun – die gelbe Schleife ist ein „Hilfsmittel“ und wie das Wort schon sagt, wir nutzen Hilfsmittel wenn wir uns nicht mehr anders zu helfen wissen. = Problem Mensch | Nicht Hund.

    Die Verwendung von Hilfsmitteln wie in diesem Falle fördert nur die Vermeidung von Problemen, aber hilft dem Hund selber in keiner Weise das Problem zu beseitigen.
    Schön nach der Devise Ich gehe allen Problemen aus dem Weg als mich anzustrengen und die Probleme zu lösen.

    Sind wir ehrlich – es ist unverantwortlich von Hundebesitzern, Ihre Hunde in der Sozialisierungs- u. Prägephase nicht mit Artgenossen zusammen zu führen um diesen Entwicklungsprozess artgerecht zu durchleben. Aus meiner Sicht und Erfahrung oftmals die Faulheit der Menschen geschuldet.

    Ich stimme aber zu, dass in besonderen Fällen und dies nur über einen begrenzten Zeitraum ( bei Krankheit etc. ) die Verwendung einer sichtbaren Kennzeichnung ein sehr gutes Mittel zum Zweck ist. Wir vermeiden dadurch, dass unsere Hunde in Stresssituationen geführt werden.

    Meine Anmerkung:
    Die die Ihren Hund nicht zu Artgenossen lassen, sollten mal darüber nachdenken ob dies artgerecht ist? Und dann doch den Schritt wagen sich Hilfe zu holen und seinen Hund an andere Hunde zu gewöhnen. Dann macht auch der Spaziergang viel mehr Spass.

    Den anderen zeitgenossen dieses Planeten möchte ich bitten – ihren Popo doch etwas zu bewegen und mit Ihren jungen Hunden in Hundeschulen zu gehen und die Sozialisierungs- u. Prägephase nicht nutzlos versteichen zu lassen.

    Und wenn Ihnen die Hundeschule zu teuer ist (aber gut) dann reden Sie mit den Trainern / Trainerinnen – denn ganz ehrlich – auch die brauchen jeden Euro. 🙂 und können auch mal zum Sondertarif eine professionelle Arbeit ausführen. Was Sie auch gerne machen werden wenn Ihnen die Hunde wichtig sind

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