Mantrailing – Praktische Anleitung (nicht nur) für Anfänger – 2. Leseprobe

Teamwork


Was stellen Sie sich vor, wenn Sie an ein gut funktionierendes Team denken? Vermutlich denken Sie an eine Gruppe von zwei oder mehr Beteiligten, bei denen jeder weiß, was er wann und wie zu tun hat. Im Grunde kennt jeder auch die Aufgabe aller anderen, manchmal kann einer etwas übernehmen, wenn der andere nicht weiter weiß oder überfordert ist. Jedenfalls hat man das Gefühl, dass alles ohne große Worte und Gesten
klappt und reibungslos abläuft.

Beim Trailen gibt es einige Dinge, die können Sie nicht für Ihren Hund und er nicht für Sie tun. Sie riechen im Vergleich zu ihm so gut wie nichts, er wird sich beispielsweise hart tun, Verkehrsregeln zu beachten. Das bedeutet, dass Mensch und Hund sich beim Trailen vor allem ergänzen und das sollte so unkompliziert wie nur möglich funktionieren. Ein gutes Team sieht beim Trailen aus, als ob Mensch und Hund miteinander tanzen. Wie bei einem guten Tanzpaar kann nicht der eine die Figuren des anderen ausführen, aber alle Bewegungen sind perfekt aufeinander abgestimmt, jeder Schritt passt und keiner behindert den anderen, im Gegenteil, sie ergänzen sich gegenseitig. Es ist eine Freude zuzusehen. So sollte es beim Trailen auch sein.

Um es vorweg zu nehmen: Ihr Hund kann das bereits, wenn Sie immer freundlich und rücksichtsvoll mit ihm umgegangen sind. Menschen sind da deutlich weniger begabt. Deshalb ist eine Ihrer wichtigsten Aufgaben, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit zu üben.

Das bedeutet:
1. Sie müssen lernen, was Ihr Hund Ihnen sagen will
2. Sie dürfen ihn bei seiner Arbeit nie behindern oder ihm im Weg stehen
3. Irreführende Signale z.B. unnötige Sichtzeichen und Aktionen wie ihn weiter treiben mit Worten und Gesten, ihn blockieren oder behindern, müssen ab sofort unterbleiben.
4. Jeder Gedanke, Ihr Hund könnte Sie „verarschen“ ist absolut verboten. Sowie er etwas „falsch“ macht, müssen Sie überlegen, wie Sie ihn dazu gebracht haben.
5. Ohne Training außerhalb des Kurses kommen Sie nicht weiter, außer Sie akzeptieren, dass Sie wenig oder sogar überhaupt keine Fortschritte machen.
6. Ohne Training außerhalb des Kurses lernen Sie nicht wirklich, ihn richtig zu lesen. Wenn Sie also allein keine Trails legen möchten oder können, dann versuchen Sie das wenigstens im Alltag zu lernen.
7. Sie müssen sofort erkennen, wenn Ihr Hund Hilfe braucht, was er jetzt nötig hat und wie Sie ihm helfen können.

Schon viele Hunde, die zu Beginn begeistert und feurig dabei waren, sind irgendwann nur noch frustriert mitgelaufen, weil ihre Menschen sie nicht verstanden haben. Wenn Bello Sie zum dritten Mal gebeten hat, ihm nochmal den Geruchsartikel zu zeigen, weil er sich nicht mehr sicher ist, und Sie tun das nicht, wird er das zukünftig unterlassen. Die Ergebnisse werden entsprechend sein, denn ein verunsicherter Hund macht einfach mehr
Fehler…..

….weiter geht’s auf Seite 23

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