{"id":586,"date":"2014-07-27T14:28:43","date_gmt":"2014-07-27T12:28:43","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/?p=586"},"modified":"2014-07-27T14:33:27","modified_gmt":"2014-07-27T12:33:27","slug":"vorbeugen-ist-besser-als-heilen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/?p=586","title":{"rendered":"Vorbeugen ist besser als Heilen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\">Ute Rott<br \/>\nForsthaus Metzelthin<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir Menschen sind ein komisches Volk und wir sollten uns nicht wundern, da\u00df Hunde einfach viel zu oft Probleme haben, uns zu verstehen. Das folgende Beispiel habe ich ganz genau so in einem meiner Leinenf\u00fchrigkeitsseminare erlebt und fast t\u00e4glich bekomme ich immer neue Varianten vorgef\u00fchrt: ein Mensch geht mit seinem Hund an der Leine die Stra\u00dfe lang und m\u00f6chte an der n\u00e4chsten Stra\u00dfenecke abbiegen. Der Hund l\u00e4uft vorne weg und schn\u00fcffelt an genau diesem Eck. Der Mensch bleibt stehen &#8211; hinter seinem Hund &#8211; und warten, bis der fertig ist. So weit, so nett. Dann geht der Hund weiter und weil er keine Ahnung hat, wo sein Mensch hin m\u00f6chte, geht er gerade aus. Und jetzt kommts: der Mensch geht &#8211; an straffer Leine, weil er sich dagegen lehnt, um den Hund abzubremsen &#8211; immer schnurstracks hinter dem Hund her und ruft irgendwann ziemlich unfreundlich: &#8222;Nein, wir gehen hier nicht lang!&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wie bitte? Er sagt seinem Hund, da\u00df sie genau das, was sie gerade tun, nicht (!) tun? Ohoh!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Was soll der Hund denn da verstehen? Ach ja, genau, wir wollten ja rechts abbiegen, weil gestern sind wir links abgebogen? Na klar, mein Mensch hats eilig, deshalb treibt er mich &#8211; mit unfreundlichen T\u00f6nen &#8211; vor sich her? Keine Ahnung, was der will, aber ich geb mal Gas, dann entkomme ich ihm vielleicht?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Pers\u00f6nlich halte ich die letzte Variante f\u00fcr sehr wahrscheinlich, denn man mu\u00df sich nur in die Lage des Hundes versetzen, der einfach genauso gut Deutsch kann wie ich z.B. Chinesisch. In China w\u00e4re ich vollkommen darauf angewiesen, da\u00df mir die Einheimischen mit deutlich verst\u00e4ndlicher K\u00f6rpersprache &#8211; und den entsprechenden Worten dazu &#8211; mitteilen, was sie von mir wollen. Und wenn ich lange genug in China war, dann wei\u00df ich irgendwann, da\u00df die oben geschilderte Situation &#8222;abbiegen&#8220; bedeutet und verstehe auch die Worte dazu, <strong>wenn<\/strong> mein Begleiter folgendes macht:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">An der Ecke, die ich genauer untersuchen wollte, geht er langsam an mir vorbei, so da\u00df ich in Ruhe meine Untersuchung zu Ende bringen kann. Dann stellt er sich schon mal in die richtige Richtung und wenn ich fertig bin, zeigt er mit einer freundlich auffordenden Geste in die Richtung, in die wir weitergehen und sagt &#8211; auf chinesisch: &#8222;hier gehen wir lang&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00dcberraschung: mit Hunden klappt das ganz prima. Noch &#8217;ne \u00dcberraschung: so man das mehrfach wiederholt und wom\u00f6glich auch beibeh\u00e4lt, wird Bello in Zukunft einfach mehr auf seinen Menschen achten, k\u00f6nnte ja sein, da\u00df der nach einer kurzen Erkundungspause eine andere Richtung einschlagen m\u00f6chte.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Da\u00df Vorbeugen besser ist als Heilen, wei\u00df jeder, der schon mal rechtzeitig etwas gegen eine evtl. drohende Erkrankung unternommen hat. Ist ja irgendwie logisch, da\u00df man einen bestehenden, guten Zustand festigt und beibeh\u00e4lt. Aber es stimmt eben auch in der Hundeerziehung. Und man kann sich viele kluge Gedanken \u00fcber F\u00fchrung und Beziehung und Bindung machen, wenn man ein paar ganz einfache Regeln nicht beachtet, sind die klugen Gedanken leider nur f\u00fcr die Katz&#8216;. Wenn ich meinem Hund in allen Lebenslagen, die f\u00fcr ihn kompliziert werden k\u00f6nnen, rechtzeitig Bescheid sage, was es an friedlichen und freundlichen L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten gibt und einfach darauf verzichte, immer alles mit &#8222;nein&#8220; und &#8222;h\u00f6r auf damit&#8220; zu belegen, dann bin ich beim Vorbeugen und mu\u00df gar nicht erst mit Heilen anfangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Gute Idee? Gute Idee. Also, probierts einfach mal aus, wo und wann das \u00fcberall m\u00f6glich ist. Dann das klappt nicht nur bei Leinenf\u00fchrigkeit, sondern auch bei Begegnungen mit Radfahrern, Joggern, Motorradfahrern, unfreundlichen Hunden, Tretrollern, schreienden Kindern, beim Abrufen oder anderen Kommandos&#8230;&#8230;&#8230;&#8230; Vielleicht lesen wir dann hier mal die eine oder andere Geschichte in den Kommentaren, wo und wie und wann das klappt und was ihr f\u00fcr gute Ideen zur Umsetzung habt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ute Rott Forsthaus Metzelthin Wir Menschen sind ein komisches Volk und wir sollten uns nicht wundern, da\u00df Hunde einfach viel zu oft Probleme haben, uns zu verstehen. 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