{"id":553,"date":"2014-06-09T18:19:10","date_gmt":"2014-06-09T16:19:10","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/?p=553"},"modified":"2014-06-09T18:20:11","modified_gmt":"2014-06-09T16:20:11","slug":"auf-auf-zum-frohlichen-jagen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/?p=553","title":{"rendered":"Auf, auf zum fr\u00f6hlichen Jagen!"},"content":{"rendered":"<p class=\"western\" style=\"margin-top: 0.42cm; margin-bottom: 0.21cm;\" lang=\"de-DE\" align=\"CENTER\"><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Die-wilde-Jagd-ist-hinter-Paula-her3.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-564\" title=\"Die wilde Jagd ist hinter Paula her\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Die-wilde-Jagd-ist-hinter-Paula-her3-300x249.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"249\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Die-wilde-Jagd-ist-hinter-Paula-her3-300x249.jpg 300w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Die-wilde-Jagd-ist-hinter-Paula-her3.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong><\/strong>K<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">ann<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> man <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Hunden da<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">s Jagen abgew\u00f6hnen?<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-top: 0.42cm; margin-bottom: 0.21cm;\" lang=\"de-DE\" align=\"CENTER\">von Ute Rott<br \/>\nForsthaus Metzelthin<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"western\" style=\"margin-top: 0.42cm; margin-bottom: 0.21cm; font-weight: medium;\" lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Alle Hunde jagen, absolut alle vom Chihuahua bis zur Dogge. Wenn das nicht so w\u00e4re, k\u00f6nnten Sie mit Ihrem Hund keine Jagdspiele machen. Behaupten Sie blo\u00df nicht, da\u00df Sie das nicht tun. Wenn Sie gerne mit Ihrem Hund an St\u00f6cken oder Baumwollkordeln zerren oder ihm B\u00e4lle oder Frisbee werfen, wenn Sie ihn Leckerchen suchen lassen oder auch richtige Apportierspiele mit ihm ein\u00fcben: das alles sind Jagdspiele. In der Regel haben nicht nur die Hunde Spa\u00df daran, sondern auch die Menschen, denn auch wir sind Raubtiere und haben an der Jagd Spa\u00df. Viele unserer Sportarten geh\u00f6ren dazu: Fussball, Tennis, Handball, Speerwerfen&#8230;. die Liste l\u00e4\u00dft sich fortsetzen. Ganz zu schweigen vom &#8222;Hobby&#8220; Jagen, dem ca. 350.000 Deutsche nachgehen, denen es anscheinend Spa\u00df macht, auf Tiere zu schie\u00dfen und sie zu t\u00f6ten.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Menschen jagen also auch und sie freuen sich an entsprechenden Spielen mit ihren Hunden, aber in dem Moment, wenn ihre Pelznase sich vom Acker macht, um einem H\u00e4schen hinterher zu hetzen, wird&#8217;s schwierig, das darf er n\u00e4mlich eigentlich nicht. In den letzten Jahren hat das Problem der unerw\u00fcnscht jagenden Hunde zugenommen, da leider viele Hundebesitzer erst zu sp\u00e4t erkennen, da\u00df sie ihrem Liebling das Jagen regelrecht beigebracht, bzw. seine F\u00e4higkeiten in dieser Hinsicht komplett untersch\u00e4tzt haben. Antijagdtraining geh\u00f6rt in meiner Hundeschule deshalb um Standardprogramm.<br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><br \/>\nD<\/span><\/span>azu mu\u00df man sich zuerst \u00fcber verschiedene Dinge klar werden:<br \/>\n1. Da\u00df Hunde jagen ist normal, es geh\u00f6rt zum hunde\u00fcblichen Verhaltensrepertoire.<br \/>\n2. Manche Hunde interessieren sich mehr, andere weniger daf\u00fcr.<br \/>\n3. Wie ein Hund jagt, ist rassetypisch und individuell unterschiedlich.<br \/>\n4. Und um die Frage im Titel zu beantworten: nein, man kann jagdinteressierten Hunden das Jagen nicht abgew\u00f6hnen, aber man kann lernen, es zu unterbinden.<br \/>\n5. Aus 4. folgt: unter Umst\u00e4nden ist das also eine Sache, an der man arbeitet, solange der Hund lebt.<\/p>\n<p>Unser Forsthaus, bzw. die uckerm\u00e4rkischen W\u00e4lder und Wiesen rundherum eignen sich hervorragend f\u00fcr jede Form von Antijagdtraining, da es bei uns so ungef\u00e4hr alles gibt, was f\u00fcr Hunde interessant ist: V\u00f6gel, Katzen, Rehe, F\u00fcchse, Dam- und Rothirsche, Waschb\u00e4ren, Marderhunde, Wildschweine, Eichh\u00f6rnchen, Marder, Dachse&#8230;. also alles, was das jagdfreudige Hundeherz begehrt. Und das beste ist: man mu\u00df weder weit laufen, noch die Sparringpartner suchen. Da liegt schon mal der Rehbock einen Meter neben dem Weg, die F\u00fcchsin sitzt am Waldrand und schaut beim Training auf dem Hundeplatz zu oder ein kontaktfreudiger Storch landet wenige Meter neben dem Vierbeiner. Da kommt Freude auf.<\/p>\n<p>Wie l\u00e4uft das jetzt ab? Wenn ein Mensch mit seinem Hund zu mir kommt, dessen Jagdleidenschaft dem Menschen &#8211; nicht dem Hund &#8211; Probleme bereitet, schaue ich mir erstmal auf einem kurzen Spaziergang an, an was der Hund interessiert ist, bzw. wie gut der Mensch die K\u00f6rpersprache seines Hundes kennt. Denn Jagen f\u00e4ngt nicht erst an, wenn Bello das Reh bereits hetzt, das geht schon viel fr\u00fcher los: an welchen Spuren riecht er besonders intensiv, zieht er in Wildwechsel hinein, wie reagiert er auf Laute im Wald und: wie interpretiert der Besitzer das. Viele Menschen glauben, da\u00df das wichtigste beim Antijagdtraining ein 100%iger R\u00fcckruf ist. Das ist nicht ganz falsch, setzt aber viel zu sp\u00e4t an. Viel wichtiger ist es, die ganz subtilen Signale zu erkennen, die der Hund zeigt, sobald sich das Wild in irgendeiner Form bemerkbar macht: durch Ger\u00fcche oder Ger\u00e4usche. Die nimmt der Mensch n\u00e4mlich meistens viel zu sp\u00e4t war. Seine einzige Chance ist es, seinen Hund richtig zu lesen.<\/p>\n<p>Wir fangen also erstmal mit der K\u00f6rpersprache an und (!) mit der Kenntnis, wo welches Wild sich wie bemerkbar macht. Denn auch daran hapert es bei den meisten gewaltig &#8211; bei den Zweibeinern, nicht bei den Hunden. Der angeblich perfekte R\u00fcckruf n\u00fctzt mir n\u00e4mlich nicht das geringste, wenn ich nicht in der Lage bin, meinen Hund rechtzeitig zu stoppen, weil ich gesehen, geh\u00f6rt oder gerochen &#8211; ja, auch das ist m\u00f6glich -, da\u00df Gefahr im Verzug ist. Zudem arbeiten wir selbstverst\u00e4ndlich an einem guten R\u00fcckruf, z.B. in Form eines Superkommandos mit Pfeife, wir trainieren Ruhekommandos wie &#8222;platz&#8220; auf Entfernung und &#8211; ganz wichtig &#8211; an einer guten Leinenf\u00fchrigkeit an einer langen Leine. Ebenso arbeiten wir an der Impulskontrolle, und zwar am liebsten am lebenden Objekt, sprich an einem unserer vierbeinigen Nachbarn, wenn sie sich vom Acker machen &#8211; Bello ist dabei nat\u00fcrlich angeleint.<\/p>\n<p>Die Leine ist jetzt einer der wichtigsten Bestandteile des Trainings \u00fcberhaupt, denn jagdfreudige Hunde m\u00fcssen sehr viel an der Leine laufen. Ich bevorzuge 5-Meter-Leinen, da die auch im Wald gut zu handhaben sind. L\u00e4ngere Leine machen leicht Probleme, indem sie sich verheddern und oft ist es auch leichter, gerade gr\u00f6\u00dfere Hunde an einer 5-Meter- als an einer 10-Meter- Leine zu halten.<\/p>\n<p>Dann kommt noch dazu, da\u00df man selbstverst\u00e4ndlich nur noch Jagdspiele im Programm hat, die nicht die Hetzfreude, sondern eher das Suchen, also die Nasen- und Kopfarbeit f\u00f6rdern. Verlorensuche ist also erlaubt, Frisbee oder Reizangel nicht. Alle Arten von Apportierspielen, die man beim Spaziergang oder auch auf dem eigenen Grundst\u00fcck aus\u00fcben kann, sind immer gut, da viele Hunde sich tats\u00e4chlich auf Dauer damit zufrieden geben. Auch Mantrailing ist eine feine Sache. Aber man soll sich nicht t\u00e4uschen. Selbst wenn ich am Samstag einen supertollen Trail mit meinem Hund gelaufen bin und wir beide m\u00fcde, gl\u00fccklich und zufrieden sind, am Sonntag stehen die H\u00e4schen und Rehlein wieder auf dem Programm.<\/p>\n<p>Eine wichtige Erkenntnis hei\u00dft also: wer einen jagdfreudigen Hund hat, kann sich auf lebenslanges Training gefasst machen, wenn&#8217;s nicht so lange dauert, umso besser.<\/p>\n<p>So, und wer jetzt Lust bekommen hat, der darf gerne mal unser Antijagdtraining ausprobieren. Denn es macht auch richtig Spa\u00df.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kann man Hunden das Jagen abgew\u00f6hnen? von Ute Rott Forsthaus Metzelthin &nbsp; Alle Hunde jagen, absolut alle vom Chihuahua bis zur Dogge. Wenn das nicht so w\u00e4re, k\u00f6nnten Sie mit Ihrem Hund keine Jagdspiele machen. 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