{"id":2126,"date":"2022-03-28T13:33:26","date_gmt":"2022-03-28T11:33:26","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/?p=2126"},"modified":"2022-03-28T14:01:47","modified_gmt":"2022-03-28T12:01:47","slug":"wieviel-hunde-braucht-ein-hund","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/?p=2126","title":{"rendered":"Wieviel Hunde braucht ein Hund?"},"content":{"rendered":"\n<p>Menschen und Hunde sind soziale Lebewesen, das bedeutet, dass sie kein gutes Leben f\u00fchren k\u00f6nnen, wenn sie zu wenig Sozialkontakt, sprich zu wenig Hunde- oder Menschenkontakt haben. Aber was hei\u00dft das? Zu wenig, oder zu viel, oder genau richtig? Gibt es da Richtlinien, an die man sich ganz grunds\u00e4tzlich halten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anwort ist ein eindeutiges: kommt drauf an. N\u00e4mlich auf deinen Hund.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt Menschen, die f\u00fchlen sich am wohlsten mitten im Gew\u00fchl, in einem Hochhaus mit 100 Wohnungen, auf gesellschaftlichen Events wie der Loveparade oder Konzerten mit tausenden von Besuchern. Andere finden das gruselig und gehen wenn \u00fcberhaupt nur zu gesellschaftlichen Anl\u00e4ssen, wo wenige Menschen hinkommen, leben lieber irgendwo in der Einsamkeit, z.B. in angemessener Entfernung vom Dorf im uckerm\u00e4rkischen Wald so wie ich, Einkaufscenter sind ihnen ein Greuel und sie sind lieber f\u00fcr sich. Das bedeutet nicht, dass die einen sozialer als die anderen sind, sie haben schlicht andere Bed\u00fcrfnisse, was Sozialkontakte betrifft.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Mai-2013-361.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Mai-2013-361.jpg\" alt=\"Berta und Lucy\" class=\"wp-image-596\" width=\"191\" height=\"255\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Mai-2013-361.jpg 360w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Mai-2013-361-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 191px) 100vw, 191px\" \/><\/a><figcaption>Ungleiche Freundinnen<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Bei Hunden ist das durchaus vergleichbar, allerdings finden die meisten Hunde unseren menschlichen Drang zur Enge eher unangenehm. Das h\u00e4ngt nat\u00fcrlich auch damit zusammen, wie man seinen Hund damit vertraut macht. Denn wenn ein Hund nunmal in der Gro\u00dfstadt landet, und schon beim Verlassen der Wohnung auf 3-4 Hunde trifft, dann mu\u00df er lernen damit klar zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage ist allerdings: mu\u00df er mit denen allen befreundet sein? Mu\u00df er st\u00e4ndig und \u00fcberall Hunde treffen, mit denen er &#8222;spielen&#8220; kann? M\u00f6chte er das \u00fcberhaupt?<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt Hunde, die sind deutlich interessierter an Hundekontakten als andere. Ganz pauschal kann man die Retreiver nennen, allen voran die Goldies. Das ist eigentlich nett, aber leider finden das andere Hunde nicht unbedingt lustig, wenn der supernette und sehr spielbegeisterte Labi oder Goldie mit den besten Absicht angerannt kommt, denn andere Hunde haben einfach andere Priorit\u00e4ten und andere Bed\u00fcrfnisse. Der andere Hund kann krank sein und ist deshalb schutzbed\u00fcrftig, er kann schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht haben, aber kann auch einfach einer sein, der grunds\u00e4tzlich nicht so wild auf Hundekontakt ist und viel Distanz braucht. Und das ist sein gutes Recht. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2016-01-20-13.35.46.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2016-01-20-13.35.46-1024x768.jpg\" alt=\"Indiane\" class=\"wp-image-2006\" width=\"365\" height=\"274\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2016-01-20-13.35.46.jpg 1024w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2016-01-20-13.35.46-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/2016-01-20-13.35.46-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 365px) 100vw, 365px\" \/><\/a><figcaption>Indiana legt \u00fcberhaupt keinen Wert auf Kontakt mit fremden Hunden. Wenn sie vorbeigehen &#8211; kein Problem.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>So weit, so gut. Aber ist das nicht gemein, wenn mein Hund, der so gerne spielt, nicht genug Hundekontakt hat?<\/p>\n\n\n\n<p>Da stellt sich mir die Frage, was ist wichtiger? Quantit\u00e4t &#8211; also viel Hundekontakt &#8211; oder Qualit\u00e4t &#8211; n\u00e4mlich wenig, aber guter Hundekontakt? Ich behaupte, f\u00fcr alle Hunde ohne Ausnahme ist die Qualit\u00e4t definitiv wichtiger. <\/p>\n\n\n\n<p>Welpen von freilebenden Hunden, also ca. 70% der auf der Welt lebenden Hundepopulation, wachsen eher isoliert auf. Ihre Mutter w\u00fcrde ihnen keinen Gefallen tun, wenn sie sie in fremde Reviere stolpern lie\u00dfe. Sie lernen sehr fr\u00fch von ihr, dass man im Zweifelsfall ausweicht und wenn, dann sehr vorsichtig Kontakt mit fremden Hunden aufnimmt. Freilebende Junghunde, die sich selbst\u00e4ndig machen, suchen oft sehr lange, bis sie entweder ein freies Revier oder eine Gruppe, die sie aufnimmt, gefunden haben.  Gespielt wird auch nicht mit wildfremden Hunden, denen hund unterwegs mal so eben \u00fcber den Weg l\u00e4uft, sondern mit den Gewistern oder mit den Freunden in der Gruppe.<\/p>\n\n\n\n<p>Und f\u00fcr unsere Hunde soll es ein essentielles Bed\u00fcrfnis sein, mit jedem Hund Kontakt aufzunehmen und wom\u00f6glich auch zu spielen? Bringen wir da nicht irgendwas durcheinander?<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Ostfriesland-28.12.03-04.02.04-044.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Ostfriesland-28.12.03-04.02.04-044-1024x768.jpg\" alt=\"Landra und Loni\" class=\"wp-image-1928\" width=\"397\" height=\"298\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Ostfriesland-28.12.03-04.02.04-044-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Ostfriesland-28.12.03-04.02.04-044-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Ostfriesland-28.12.03-04.02.04-044-768x576.jpg 768w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Ostfriesland-28.12.03-04.02.04-044.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 397px) 100vw, 397px\" \/><\/a><figcaption>Liebevolle M\u00fctter spielen gerne mit ihren Kindern<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ist das \u00fcberhaupt &#8222;Spiel&#8220;, was wir bei Begegnungen mit fremden Hunden und auf Hundewiesen sehen? Eher nicht. Denn Spiel ist nur in entspannter Umgebung mit vertrauten Partnern m\u00f6glich. Denn wenn man seine Spielpartner nicht einsch\u00e4tzen kann, und wer kann das schon, wenn man sich gerade kennen gelernt hat, dann ist das, was Menschen oft als &#8222;Spiel&#8220; interpretieren, wohl eher ein spielerisches, gegenseitiges Absch\u00e4tzen. Wenns gut l\u00e4uft. Wenns nicht gut l\u00e4uft, geht so ein &#8222;Spiel&#8220; schon mal gr\u00fcndlich in die Hose. Vielleicht findet der \u00c4ltere den Jungen sehr aufdringlich und bringt ihn nur dazu aufzuh\u00f6ren, indem er ihn heftig ma\u00dfregelt. Das mu\u00df gar nicht b\u00f6se gemeint sein, denn der Youngster versteht ihn einfach nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist die Alternative?<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgew\u00e4hlte, freundliche Kontakte mit wenigen, netten Hunden, die gerne ein bisschen Zeit miteinander verbringen und sich auch wirklich gut leiden k\u00f6nnen &#8211; das ist es, was Hunde tats\u00e4chlich brauchen. Das kann ganz schnell gehen, dass sie Freundschaft schlie\u00dfen, aber manchmal entwickelt sich das erst. Mein Maxl hat immer gro\u00dfes Interesse an unseren G\u00e4stehunden, kann aber nicht alle begr\u00fc\u00dfen, weil die das eben nicht unbedingt wollen. Einen durfte er letztes Jahr kennenlernen, den schwarzen Pudel Idefix. Und das war von beiden Seiten Liebe auf den ersten Blick. Das zeigt sich aber nicht in wildem Getobe, sondern eher in einer sehr innigen Gemeinschaft: zusammen an den gleichen Stellen schn\u00fcffeln, die N\u00e4he des anderen suchen oder, wie in diesem Fall, bei gemeinsamen Autofahrten lieber zusammen im Kofferraum beim Maxl sitzen als bei Frauchen auf dem Scho\u00df. So etwas gibt es nicht oft, aber das gibt es. <\/p>\n\n\n\n<p>Maxls anderer Freund, auch ein schwarzer, mittelgro\u00dfer Hund namens Balu, war ihm im Junghundetraining anvertraut. Er hat ihm beigebracht, dass man nicht st\u00e4ndig rumrennen und gro\u00dfes Theater machen mu\u00df, dass es viel wichtiger ist, mit der Nase die Welt zu erkunden, dass an der Leine nicht getobt wird, zusammen die Gegend absuchen und einscannen ist viel spannender. Aus dieser &#8222;Erziehungs&#8220;gemeinschaft hat sich eine tiefe Freundschaft entwickelt, die jetzt schon fast 8 Jahre andauert. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei beiden Freundschaft ist das besondere, dass sie f\u00fcr oberfl\u00e4chliche Betrachter sehr unspektakul\u00e4r wirken, denn die Hunde &#8222;machen ja nix&#8220;. Das stimmt sogar irgendwie, dann sie sind einfach zusammen, gehen gemeinsam spazieren, sitzen zusammen mit uns auf einer Bank und machen Pause, schn\u00fcffeln an interessanten Spuren und machen sich gegenseitig auf Sachen aufmerksam, die Hunde gut finden &#8211; und das ist Qualit\u00e4t. Und das brauchen Hunde &#8211; ALLE!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Pogo-004.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Pogo-004-1024x768.jpg\" alt=\"Maxl und Pogo\" class=\"wp-image-509\" width=\"375\" height=\"281\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Pogo-004-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Pogo-004-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/a><figcaption>Maxl und Pogo waren sehr gute Freunde, sie haben sich immer gegenseitig besucht, wenn Pogo mit dem Wohnwagen da war.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Lasst die Hundewiesen und ihr uns\u00e4gliches Gewusel links liegen und sucht euren Hunde Freunde. Euer Hund wird euch schon sagen, wenn er einen anderen nett findet oder eben nicht. Ein guter Freund ist viel wert im Hundeleben, es d\u00fcrfen auch zwei oder drei sein. Schaut einfach, wie es eurem Hund nach Hundebegegnungen geht. Ist er aufgeregt und \u00fcberdreht? Oder zufrieden und m\u00fcde? Kriegt er sich gar nicht mehr ein, wenn er einen Hund sieht? Oder schaut er erstmal genau hin, ob der ihm auch zusagt? Das kann jeder Hund lernen, ihr m\u00fc\u00dft es ihm eben zeigen, wies geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Zugegebenerma\u00dfen ist das mit manchen Hunden nicht leicht hinzukriegen. Aber alle finden dauerhauft wenige Freundschaften besser als  wahllose Tobegemeinschaften.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Menschen und Hunde sind soziale Lebewesen, das bedeutet, dass sie kein gutes Leben f\u00fchren k\u00f6nnen, wenn sie zu wenig Sozialkontakt, sprich zu wenig Hunde- oder Menschenkontakt haben. Aber was hei\u00dft das? Zu wenig, oder zu viel, oder genau richtig? 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