{"id":1698,"date":"2018-04-01T17:26:14","date_gmt":"2018-04-01T15:26:14","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/?p=1698"},"modified":"2018-04-01T17:39:50","modified_gmt":"2018-04-01T15:39:50","slug":"warum-fairer-umgang-mit-hunden-den-umgang-mit-menschen-fairer-macht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/?p=1698","title":{"rendered":"Warum fairer Umgang mit Hunden den Umgang mit Menschen fairer macht"},"content":{"rendered":"<p>Jahr: 2000<br \/>\nOrt: ein Hundeplatz in Oberbayern<br \/>\nTeilnehmer: meine Wenigkeit und ca. 8 Menschen mit ihren Hunden<br \/>\nIch soll diese Menschen und ihre Hunde auf die VDH-Begleithundepr\u00fcfung vorbereiten. So wie ich es gelernt habe, marschieren die Menschen mit ihren Hunden stramm milit\u00e4risch hintereinander her, die Hunde laufen links, exakt links bitte sch\u00f6n und jedes Abweichen mu\u00df sofort per Leinenruck korrigiert werden. Wenn die Hunde ihre Menschen ansehen, wird dies mit einem Leckerchen und Lob belohnt, wenn sie &#8222;Bl\u00f6dsinn&#8220; machen, z.B. pinkeln wollen (strengstens verboten), dann gibts einen Leinenruck am Kettenw\u00fcrger. Sowie die Menschen stehen bleiben, m\u00fcssen die Hunde sofort sitzen und zwar exakt am linken Bein und gerade, wenn nicht, mu\u00df das sofort korrigiert werden.<br \/>\nEigentlich finde ich das furchtbar, aber ich wei\u00df nicht so recht, wie ich es anders machen soll. Ich bin unfreundlich zu den Menschen, sie gehen mir auf die Nerven, weil sie nichts verstehen. Sie rucken zu viel oder zu wenig, zu fr\u00fch oder zu sp\u00e4t, sie sind selber abgelenkt und f\u00fchren meine Anweisungen nicht prompt genug aus. Ich bin felsenfest davon \u00fcberzeugt, dass das lauter Idioten sind und so behandle ich sie auch.<br \/>\nSie sind alle weg und ich hole Fritzi, meinen jungen Kromir\u00fcden aus dem Auto, in dem er seit 2 Stunden wartet. Sofort geht es auf den Hundeplatz: sitz, platz, fu\u00df, bleib, sitz, platz, fu\u00df, bleib. Wehe, er macht irgendwas nicht so, wie ich es mir vorstelle &#8211; der ganze Frust vom Training vorher entl\u00e4dt sich auf den kleinen Hund.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/IMG_3073.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1716\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/IMG_3073-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/IMG_3073-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/IMG_3073-768x576.jpg 768w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/IMG_3073.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Szenenwechsel:<br \/>\ngleiches Jahr<br \/>\nTeilnehmer: meine Wenigkeit, der Fritzi, beliebige Spazierg\u00e4nger mit ihren Hunden<br \/>\nOrt: irgendwo in Oberbayern<br \/>\nWir gehen spazieren, der Fritzi und ich. Unterwegs \u00fcben wir viel: sitz und platz aus der Bewegung, herankommem mit Vorsitzen, bei-Fu\u00df-gehen, eine Bleib-\u00dcbung an der Stra\u00dfe&#8230;. in ein paar Wochen gehe ich auf ein Turnier, da mu\u00df das sitzen.<br \/>\nMein Hals ist die ganze Zeit ausgefahren wie ein Teleskop, damit ich ja nicht \u00fcbersehe, wenn mir Menschen mit Hunden entgegen kommen. Der Fritzi pariert aufs Wort, aber die anderen sind echt alles Idioten. Sie nehmen ihre Hunde nicht an die Leine, sie kapieren nicht, dass man den Hund links f\u00fchren mu\u00df, sie lassen die Leinen zu locker&#8230;. wer hat diesen Vollpfosten eigentlich erlaubt, sich einen Hund zuzulegen? Wenn mein Gegen\u00fcber irgendwas falsch macht und sein Hund kommt dem Fritzi zu nahe, rastet der komplett aus. Nat\u00fcrlich denkt der Depp, dass er alles richtig gemacht hat und es gibt einen Riesenstreit.<br \/>\nVerdammt! Auch dieser Spaziergang ging in die Hosen!<\/p>\n<p>Szenenwechsel:<br \/>\nJahr: 2018 im Fr\u00fchjahr<br \/>\nTeilnehmer: mein Mann, meine Wenigkeit 18 Jahre \u00e4lter, unsere Hunde Indiana und Maxl, unser Teilzeithund Anton, ein Passant mit Hund, ein Autofahrer, ein Dackelchen und sein Herrchen am Gartenzaun<br \/>\nOrt: Metzelthin in der Uckermark<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1885.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1751\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1885-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1885-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1885-768x576.jpg 768w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1885.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nZwei Wochen war es richtig gruselig kalt, heute machen wir den ersten, warmen, sonnigen Fr\u00fchlingsspaziergang. Wir fahren zu der gro\u00dfen Weide, wo ich Indiana und Maxl \u00fcber weite Strecken frei laufen lassen kann. Mein Mann und der alte Anton kommen ein St\u00fcckchen mit und drehen dann um. Sie gehen zum Auto zur\u00fcck, fahren ins Dorf um etwas zu erledigen und warten dann am vereinbarten Treffpunkt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1883.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1717\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1883-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1883-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1883-768x576.jpg 768w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1883.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nWir drei gehen eine gro\u00dfe Runde und finden eine ganze Menge interessante Sachen: einen neuen Dachsbau, die W\u00fchlstellen der Wildschweine, das Gestr\u00fcpp am See, ein bi\u00dfchen planlos laufen wir \u00fcber die Wiese und gehen dahin, wo die Hunde es wichtig finden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1889.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1718\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1889-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1889-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1889-768x576.jpg 768w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1889.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dann \u00fcberqueren wir die Stra\u00dfe zwischen Klosterwalde und Metzelthin und erkunden ein neues St\u00fcck Wiese, wo wir noch nie waren &#8211; superspannend. In einem gro\u00dfen Bogen gehen wir zur Stra\u00dfe zur\u00fcck und laufen Richtung Dorf zum Treffpunkt. Soll ich die Hunde lieber kurz nehmen? Ach was, ich werd schon h\u00f6ren, wenn ein Auto kommt.<br \/>\nDie Hunde schn\u00fcffeln mal links, mal rechts, das ist ewig her, dass wir hier gelaufen sind. Indiana hebt den Kopf und schaut aufmerksam die Stra\u00dfe runter: ein Auto kommt. Wir gehen auf die Seite und lassen das Auto vorbei. Freundlich lacht der Fahrer meine S\u00fc\u00dfen an und ich bin sehr stolz auf die beiden.<br \/>\nVon vorne kommt ein Mann mit einem kleinen Hund. Ich hole meine beiden zu mir, wir weichen ein wenig in den Wald aus. Der kleine Hund f\u00fcrchtet sich, logisch er ist klein und allein und meine zu zweit. Aber wir halten sch\u00f6n Abstand und meine Lieblinge sind ruhig und friedlich. Der Mann bleibt stehen und wir unterhalten uns ein bisschen \u00fcber den sch\u00f6nen, warmen Tag und den kommenden Fr\u00fchling und wie sch\u00f6n es ist, dass man wieder so entspannt laufen kann&#8230;.<br \/>\nAm Treffpunkt ist mein Mann noch nicht da, also gehen wir an den Zaun vom n\u00e4chsten Anwesen, weil da ein kleines Dackelm\u00e4dchen wohnt, die sich immer so freut, wenn meine zwei &#8222;Hallo&#8220; sagen. Ihr Herrchen kommt auch an den Zaun. Ein paar Minuten unterhalten wir uns, dann kommt mein Mann, wir steigen ein und fahren heim.<br \/>\nDas war ein richtig sch\u00f6ner, entspannter Spaziergang.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1898.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1724\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1898-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1898-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1898-768x576.jpg 768w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/DSCN1898.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ganz sch\u00f6ner Unterschied, findet ihr das auch?<\/p>\n<p>Seit fast 40 Jahren habe ich Hunde und immer kam ich mit Menschen und Hunden gut klar, bis ich auf Anregung einer Bekannten vor knapp 20 Jahren in einen Hundeverein ging. Das Opfer dieses Vereins war vor allem mein Fritzi, der nach &#8222;erfolgreichem&#8220; Training angstaggressiv war. &#8222;sitz, platz, fu\u00df, bleib&#8220; beherrschte er im Schlaf, das wars aber dann auch. Wehe, wir trafen einen Hund! Beschwichtigungssignale? So ein Quatsch, das gibts gar nicht. Stress? Hunde haben keinen Stress.<\/p>\n<p>Und ich? Ich war auch ein Opfer, wenn auch eines, das geh\u00f6rig Schuld auf sich geladen hat. Und weil diese Schuld nicht gut auszuhalten war, suchte ich andere, die noch viel mehr schuld waren als ich. Mein Anteil (was mache ich da eigentlich mit meinem Hund und den Menschen und Hunden in meinen Gruppen &#8211; das will ich doch gar nicht!) war schon schlimm genug, aber mein kleiner Hund wurde immer ungl\u00fccklicher und ich mit ihm. Parallel dazu wurde nat\u00fcrlich auch mein Verh\u00e4ltnis zu meinen Mitmenschen immer schlimmer &#8211; nicht weil die alle so bescheuert waren, sondern weil ich diesem Unsinn aufgesessen war, dass man Dominanz zeigen mu\u00df, sonst \u00fcbernimmt der Hund die Kontrolle, dass ich alles vorhersehen mu\u00df, sonst ger\u00e4t die Situation au\u00dfer Kontrolle, dass ich meinen Hund im Griff haben mu\u00df, sonst \u00fcbernimmt er die Kontrolle&#8230; Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle. Man wird regelrecht zum Kontrollfreak und traut sich nichts mehr zu &#8211; vielleicht verliert man ja sonst die Kontrolle!<\/p>\n<p>K\u00f6nnt ihr euch vorstellen, wie die Athmosph\u00e4re in diesem tollen Verein war? Schlie\u00dflich waren alle immerzu darauf bedacht, niemals die Kontrolle \u00fcber ihre Hunde zu verlieren. Nur \u00fcber die Hunde?<\/p>\n<p>Wer glaubt, dass so ein Herangehen &#8222;nur&#8220; auf den Umgang mit Hunden beschr\u00e4nkt bleibt? Ich glaube das nicht nur nicht mehr, sondern ich wei\u00df, dass das auf alles abf\u00e4rbt: auf die Beziehung zum Hund genauso wie zum Partner, zu den Menschen in der n\u00e4heren und weiteren Umgebung und zu allen Menschen mit und ohne Hund, denen man begegnet. Warum? Weil man eben nicht alles unter Kontrolle haben kann und weil es einfach irrsinnig ist, allen und jedem st\u00e4ndig \u00fcble Absichten zu unterstellen. Es ist kein Verbrechen, wenn man seinen Hund egal auf welcher Seite laufen l\u00e4\u00dft, und erst recht gibt es keine Vorschrift, dass man seinen Hund immer nur auf einer Seite f\u00fchren mu\u00df, aber ausweichen und eine friedliche L\u00f6sung finden, das ist eine gute Idee, die das Leben f\u00fcr alle einfacher macht.<\/p>\n<p>Wer eben mal \u00fcbersehen hat, seinen Hund rechtzeitig abzurufen und anzuleinen, ist noch lange kein Idiot, er hat vielleicht nur gerade gepennt. Passiert das nicht jedem von uns mal? Wo ist das Problem? Wenn die eigenen Hunde andere Hunde nett finden, k\u00f6nnen sie doch auch einfach mal &#8222;Hallo&#8220; sagen. Und wenn sie sich nicht nett finden, dann werden sie sich schon nicht gleich ermorden. Ist das ein Grund, sein Gegen\u00fcber anzuschnauzen? Ihn &#8211; oder sie &#8211; f\u00fcr einen kompletten Volltrottel zu halten? Ganz sicher nicht.<\/p>\n<p>Irgendwann ist bei mir der Groschen gefallen, das war 2001, und ich habe angefangen, mit meinem Fritzi ganz anders umzugehen. Das Halsband wurde entfernt und er bekam ein Brustgeschirr. Die Meterleine wurde an den Haken geh\u00e4ngt und wir haben uns eine Drei-Meter-Leine besorgt. Das Buch &#8222;Calming Signals&#8220; von Turid Rugaas wurde \u00fcber Monate unser wichtigster Ratgeber und die Ergebnisse auf Turnieren wurden immer unwichtiger, bis ich diesen Unfug ganz sein lie\u00df. 2003 habe ich mit meiner Trainerausbildung bei animal learn begonnen und das war der letzte Ansto\u00df, den ich brauchte. Wer mit seinem Hund freundlich umgeht und vorausschauend spazierengeht, braucht keine Schuldigen f\u00fcr die eigenen Vers\u00e4umnisse zu suchen, der hat Freude an seinen Hunden, sieht auch mal was lockerer und ist entspannter. Der h\u00e4ufigste Satz, den ich von meinen Kunden h\u00f6re, ist: Du bist vielleicht entspannt, regt dich denn gar nix auf?\u00a0 Nein, so schnell nicht &#8211; im Gegensatz zu fr\u00fcher.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Fritzi-verkleinert.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-158\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Fritzi-verkleinert-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Fritzi-verkleinert-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Fritzi-verkleinert.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Oder? Doch, es gibt Dinge, die regen mich immer mehr auf. Leinenruck zum Beispiel, oder grober Umgang mit Hunden, Unfreundlichkeit, Intoleranz, Arroganz&#8230;. alles Eigenschaften, die meine armen Teilnehmer im Jahr 2000 auf dem oberbayerischen Hundeplatz mir vermutlich auch zugesprochen haben. Aber das ist Gott sei Dank Vergangenheit.<\/p>\n<p>Wenn ich mit oder ohne Hunde jemanden treffen, mit ihm Kontakt aufnehme, dann bin ich in der Lage, freundlich und unvoreingenommen auf diesen Menschen zuzugehen und einfach mal zu schauen: was bist du denn f\u00fcr einer? Da gibts welche, die stehen mir nicht so zur Nase, mit manchen wll ich \u00fcberhaupt nichts zu tun haben, andere finde ich ganz nett und mit einigen freunde ich mich an. Meine Kunden mag ich bis auf sehr seltene Ausnahmen gern, und ich habe gelernt darauf zu achten, was sie richtig machen. Das was sie &#8222;falsch&#8220; machen, f\u00e4llt dann hinten runter und ist irgendwann nicht mehr wichtig. Das war gar nicht so schwer, weil bei den Hunden mache ich es ja genauso. Das Training macht Spa\u00df, ich freue mich auf jedes Training und die Menschen und Hunde merken das.<\/p>\n<p>Klappt das zu 100%? Nein, nat\u00fcrlich nicht. Ich bin ein Mensch und kein Roboter. Manchmal bin ich nicht gut drauf, aber daran sind weder meine Hunde noch meine Kunden schuld, sondern irgend etwas anderes, manchmal auch ich selber. Und wenn ich dann merke, dass meine Hunde komisch werden, beschwichtigen, mich dauernd beobachten, unentspannt wirken, dann denke ich nach &#8211; \u00fcber mich, was ich gemacht habe, ob ich was anders machen soll. Und siehe da &#8211; es funktioniert. Wir kl\u00e4ren solche Verstimmungen mittlerweile ganz schnell und m\u00fcssen nicht irgendwelche nichtsahnenden Passanten oder Kursteilnehmer zu Idioten erkl\u00e4ren. Guter Plan, oder?<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Menschen und Hunde ist aber nach wie vor die Realit\u00e4t, dass das Zusammenleben einfach nur ein Kampf ist, ein sehr einseitiger Kampf, den wir Menschen anzetteln und die Hunde m\u00fcssen mitmachen, ob sie wollen oder nicht. Angeheizt werden diese sinnlosen und \u00fcberfl\u00fcssigen K\u00e4mpfe von Leuten wie Cesar Millan und anderen &#8222;Experten&#8220;, die Hundehalter in Atem halten mit ihren gewaltt\u00e4tigen Ideen. Heraus kommen dabei nur ungl\u00fcckliche Menschen und ungl\u00fcckliche Hunde. Denn ein gutes Zusammenleben erreicht man weder durch Dominanzgehabe noch durch Kicks in die Nieren noch durch W\u00fcrgen des Hundehalses&#8230;.<\/p>\n<p>Zufriedenheit, Freundschaft, Vertrauen und Liebe k\u00f6nnen nur dort gedeihen, wo man entspannt, freundlich und liebevoll miteinander umgeht. Wenn Sie also die ganzen sch\u00f6nen Artikel in der Blogparade gelesen haben und jemanden kennen, der Cesar Millan gut findet und sogar eine seiner Shows besucht, dann sollten Sie ihm mal diesen Link<br \/>\nhttps:\/\/www.gewaltfreies-hundetraining.ch\/tauschaktion\/<br \/>\nzukommen lassen. Vielleicht kommt er ja tats\u00e4chlich auf die Idee, sein Ticket f\u00fcr eine vollkommen \u00fcberfl\u00fcssige Cesar-Millan-Show gegen eine Beratung in einer gewaltfreien Hundeschule zu tauschen. M\u00f6glich w\u00e4r&#8217;s.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahr: 2000 Ort: ein Hundeplatz in Oberbayern Teilnehmer: meine Wenigkeit und ca. 8 Menschen mit ihren Hunden Ich soll diese Menschen und ihre Hunde auf die VDH-Begleithundepr\u00fcfung vorbereiten. 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