{"id":151,"date":"2013-01-14T16:30:25","date_gmt":"2013-01-14T15:30:25","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/?p=151"},"modified":"2013-01-14T16:30:25","modified_gmt":"2013-01-14T15:30:25","slug":"menschen-und-ihre-hande-ein-problem-fur-hunde","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/?p=151","title":{"rendered":"Menschen und ihre H\u00e4nde &#8211; ein Problem f\u00fcr Hunde"},"content":{"rendered":"<p>Kein Mensch kann daf\u00fcr garantieren, da\u00df sein Hund niemals an der Leine zieht. Wenn Sie in der Stadt wohnen und keinen eigenen Garten haben, wird ihr kleiner Freund es vermutlich fr\u00fch ziemlich eilig zum n\u00e4chstbesten Baum haben. Nachvollziehbar, Sie m\u00fcssen fr\u00fch nach dem Aufstehen schlie\u00dflich auch ganz dringend. Aber noch weniger k\u00f6nnen wir daf\u00fcr gerade stehen, da\u00df wir niemals an der Leine zuppeln. Wir sind schlie\u00dflich Menschen und die haben &#8211; im Gegensatz zu Hunden &#8211; Arme und H\u00e4nde und mit diesen Extremit\u00e4ten sind wir st\u00e4ndig in Bewegung, auch ohne es zu merken. Sie spielen eine wichtige Rolle bei unserer K\u00f6rpersprache, wir deuten, fuchteln, kratzen uns, ber\u00fchren unseren Gespr\u00e4chspartner. Es ist f\u00fcr uns v\u00f6llig normal nach etwas zu greifen, einen Gegenstand in die Hand zu nehmen, einen Partner zu umarmen. Wenn wir unseren Hund streicheln, massieren, kratzen, machen wir uns keine Gedanken, das tun wir eben. Aber genau so unbewu\u00dft halten wir die Leine in der Hand und bewegen unsere H\u00e4nde und Arme. Wenn unser Bello dabei Impulse bekommt, die er schlecht bis gar nicht interpretieren kann, merken wir das gar nicht.<\/p>\n<p>Ist Ihnen auch schon mal aufgefallen, wie manche Hunde akribisch die H\u00e4nde ihrer Menschen im Auge behalten, sobald sie sich ihnen n\u00e4hern? Sehr oft werden solche Hunde gerufen und sowie Bello in &#8222;greifbarer&#8220; N\u00e4he ist, wird nach ihm gegrabscht. Es fehlt nur noch der Ausruf &#8222;Hab ich dich&#8220;! Ganz nett wird es, wenn er am Halsband gegriffen wird, dann bekommt er zu der unangenehmen Bewegung in Richtung Hals noch einen schmerzenden Ruck an der Kehle.<\/p>\n<p>F\u00fcr Hunde sind H\u00e4nde und Arme etwas Besonderes, Hunde haben sowas nicht. Die stehen mit allen Vieren auf dem Boden, sie fuchteln und greifen nicht und mit den Vorderbeinen an jemand anders herumzuzerren, k\u00e4me ihnen nicht in den Sinn. \u201eFesthalten\u201c bedeutet f\u00fcr Hunde in der Regel \u201eBedrohung\u201c. Denn wenn es nicht gerade um einen Deckakt geht, bei dem der R\u00fcde die H\u00fcndin umklammert und festh\u00e4lt, dann halten sich Hunde fest, wenn sie k\u00e4mpfen und der, der den anderen fixieren kann, ist eindeutig der Sieger und kann den anderen ernsthaft verletzen oder auch umbringen. Festhalten ist also nicht unbedingt mit angenehmen Erwartungen f\u00fcr Hunde verbunden. Unsere H\u00e4nde und Arme, die so sehr beweglich sind, so gerne greifen und festhalten, sind f\u00fcr unsere Hunde \u00e4u\u00dferst gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns ist das aber eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, \u00fcber die wir nicht nachdenken. Wer kann von sich behaupten, er h\u00e4tte sich noch nie \u00fcber einen Hund gebeugt und ihm \u00fcber den Kopf gestreichelt oder ihn angetatscht, obwohl der Hund deutliche Anzeichen gezeigt hat, da\u00df er das jetzt gar nicht nett findet. Wir finden Get\u00e4tschel von andern auch nicht immer angenehm, aber wir erschrecken nicht unbedingt vor der Tatsache, da\u00df jemand seine H\u00e4nde nach uns ausstreckt. Je temperamentvoller oder nerv\u00f6ser und gestresster wir aber sind, um so gr\u00f6\u00dfer wird unser Gehampel. Anstatt die Leine einfach ruhig zu halten, bekommt der Hund alles mit, was wir so deuten und fuchteln. Versetzen Sie sich bitte mal in die Lage eines Hundes, an dem st\u00e4ndig rumgezuppelt wird. Nicht geruckt, wohlgemerkt, das ist noch eine andere Klasse. Schlicht die Tatsache, da\u00df wir unbewu\u00dft mit der Leine hantieren, ist f\u00fcr unseren Hund eine massive St\u00f6rung, mit der er nicht gut klar kommt und unter Umst\u00e4nden darauf mit Zerren an der Leine reagiert.<\/p>\n<p>Machen Sie bitte folgenden Versuch. Legen Sie sich ein Halsband um und befestigen Sie daran eine Leine. Oder Sie binden sich eine Leine um den Bauch oder den Oberarm. Dann dr\u00fccken Sie das Ende der Leine einem Menschen um, dem Sie vertrauen, bei dem Sie sicher sind, da\u00df er Ihnen nichts B\u00f6ses will. Dieser Mensch h\u00e4lt die Leine \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum, mindestens 15 Minuten und Sie registrieren einfach die Impulse, die Sie permanent bekommen. Wenn Ihr Bekannter n\u00e4mlich keine ausgesprochene Schlaftablette ist, wird er immer wieder mal einfach so die Leine bewegen. Und Sie merken das. Wenn Sie aber nachfragen, werden Sie feststellen, da\u00df Ihr Freund das nicht bewu\u00dft macht. Vielleicht bem\u00fcht er sich sogar, seine H\u00e4nde ganz ruhig zu halten, um Sie nicht zu irritieren. Jetzt wissen Sie aber, was da passiert, Sie haben es ja selber organisiert und sind auf Impulse gefa\u00dft, Sie warten sogar drauf. Ihr Hund sagt nicht zu Ihnen: leg mir das Halsband um und mach die Leine fest, damit ich das testen kann. F\u00fcr ihn ist das eine Sache, auf die er keinen Einfluss hat und die er so auch niemals wollen w\u00fcrde. Wenn jetzt die Leine, die an Ihren Arm befestigt ist, jemand in der Hand hat, der keine R\u00fccksicht auf Sie nimmt und das Halsband liegt um Ihren Hals&#8230;.. Keine angenehme Vorstellung, oder?<\/p>\n<p>F\u00fcr uns bedeutet das, da\u00df wir sehr verantwortungsvoll mit der Leine umgehen m\u00fcssen und am besten auf Halsb\u00e4nder verzichten, und statt dessen Brustgeschirre verwenden. \u00dcberlegen Sie mal, wie Verfechter von Halsb\u00e4ndern in der Regel argumentieren: \u201eWenn du ein Brustgeschirr umlegst, kannst du auf deinen Hund nicht einwirken.\u201c Aha, einwirken. Was ist das? Ganz einfach. Wenn der Hund etwas tut, was der Mensch am anderen Ende der Leine nicht m\u00f6chte, dann ruckt er, der Mensch. Und weil der Hals ein extrem empfindlicher K\u00f6rperteil ist, geht man davon aus, da\u00df ein Hund, der zum Erlernen der Leinenf\u00fchrigkeit einen Leinenruck bekommt, schon aufh\u00f6ren wird zu ziehen, um den schmerzhaften und unangenehmen Ruck zu vermeiden. Wenn das so einfach w\u00e4re, dann w\u00fcrde kein Hund, der jemals auch nur einen Leinenruck bekommen hat, an der Leine ziehen. Wer also ein Halsband umlegt, um auf den Hund \u201eeinwirken\u201c zu k\u00f6nnen, m\u00f6chte ganz aktiv mit seinen H\u00e4nden und Armen am Hund herumrucken. Dazu kommen noch die vielen kleinen Impulse, die jeder seinem Hund so ganz nebenbei \u00fcber seine unruhigen H\u00e4nde vermittelt, und dann wundern wir uns, da\u00df unser Fiffi mit der Leine ein Problem hat. Und wir automatisch auch.<\/p>\n<p>Daraus k\u00f6nnen wir ohne weiteres folgern, da\u00df wir ganz bewu\u00dft und verantwortungsvoll die Leine in der Hand halten und unser Augenmerk darauf richten m\u00fcssen, definitiv nicht an der Leine zu rucken. Was sollen wir tun? Wir halten unsere H\u00e4nde und damit die Leine ruhig.<\/p>\n<p>Mittlerweile sind viele Trainer und Hundehalter dazu \u00fcbergegangen, ihrem Hund ganz bewu\u00dft mit Sichtzeichen zu vermitteln, was sie vom Hund m\u00f6chten. Das ist eine vern\u00fcnftige und gute Sache, da Hunde unsere K\u00f6rpersprache in der Regel sehr gut interpretieren k\u00f6nnen. Man geht davon aus, da\u00df Hunde genetisch fixiert unsere K\u00f6rpersprache gr\u00f6\u00dftenteils verstehen. Das ist einer der Gr\u00fcnde, warum Hunde bei einem ihnen unbekannten Trainer sehr gut und schnell auf Anweisungen reagieren, wenn er nicht nur freundlich mit ihnen umgeht, sondern sich kontrolliert bewegt und klare Sichtzeichen gibt. Es l\u00e4\u00dft sich aber auch folgern, da\u00df Hunde uns ziemlich genau beobachten, um herauszufinden, was wir von ihnen wollen. Das bedeutet nicht, da\u00df Bello Sie 24 Stunden rund um die Uhr bewacht, sondern da\u00df er Sie vor allem wenn\u2019s drauf ankommt, gut im Auge beh\u00e4lt, um nichts zu vers\u00e4umen. Je hampeliger Sie aber sind, um so schwieriger wird es f\u00fcr ihn. Dann hat er nicht nur das \u00fcbliche Kommunikationsproblem zwischen Mensch und Hund, da\u00df der Mensch den Hund zutextet und Bello mu\u00df aus dem sprachlichen Wust die entscheidenden W\u00f6rter rausfiltern, sondern er mu\u00df auch noch lernen, welche Ihrer wirren Gesten jetzt tats\u00e4chlich \u201esitz\u201c, \u201eweiter\u201c, \u201ebleib\u201c oder etwas anderes bedeuten.<\/p>\n<p>Wenn ein Hund aber kaum filtern kann, weder aus Ihren Worten noch aus Ihrer K\u00f6rpersprache, was Sie von ihm wollen, dann hat er Stress pur. Stress, der zu viel wird, ist aber ein gro\u00dfes Hemmnis in allen Lebenslagen, egal ob es um das Erlernen neuer F\u00e4higkeiten, um das Interpretieren eines Kommandos oder um das Ausf\u00fchren einer Aufgabe geht. Ein gestresster Hund hat einen Teil seiner Aufmerksamkeit beim Ausl\u00f6ser der Stresssituation, n\u00e4mlich bei Ihnen, um zu vermitteln, da\u00df es jetzt gerade ganz sch\u00f6n schwierig ist, ein Teil konzentriert sich darauf, wie man diesen Stress los wird, und ein Teil der Aufmerksamkeit verbleibt zur L\u00f6sung des eigentlichen Problems, z.B. &#8222;geh locker an der Leine&#8220; oder &#8222;komm her&#8220;. Jetzt kann sich jeder gut vorstellen, da\u00df man unm\u00f6glich eine Aufgabe optimal l\u00f6sen kann, wenn mindestens 2 Drittel seiner Konzentration und Kraft auf etwas ganz anderes, n\u00e4mlich eine massive St\u00f6rung gerichtet ist. Und diese Tatsache: ich kann eine Aufgabe nicht gut l\u00f6sen, erzeugt wieder Stress. Eine schreckliche Spirale, die wir das lostreten, und alles nur, weil wir unsere H\u00e4nde nicht ruhig halten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Idealerweise haben Sie jemanden, der Sie beobachtet und Ihnen ehrlich sagt, wie das bei Ihnen so aussieht. Wenn also Ihre Hundetrainerin zu Ihnen sagt, da\u00df Sie zu viel Aktion mit den H\u00e4nden machen, dann reagieren Sie bitte nicht beleidigt, sondern versuchen Sie einfach mal sich selbst zu beobachten, w\u00e4hrend Sie &#8211; vermeintlich entspannt &#8211; mit Hund an der Leine herumstehen oder -gehen, bzw. was Sie so zeigen, wenn Sie ihn rufen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Stressausl\u00f6ser f\u00fcr unsere Hunde kann unsere Tendenz zum Klammern sein. Wenn Sie einem neugeborenen Baby einen Finger hinhalten, wird es diesen sofort mit seinen H\u00e4ndchen umklammern. Ganz klar klammert sich ein Kind an das Bein seines Papas, wenn es sich bedroht oder unsicher f\u00fchlt, der K\u00f6rperkontakt gibt ihm Sicherheit. Und der Papa hat \u00fcberhaupt kein Problem damit, f\u00fcr ihn ist das nur eine Botschaft seines Kindes. Hunde k\u00f6nnen ebenfalls durch K\u00f6rperkontakt Sicherheit bekommen. Meine erste H\u00fcndin sa\u00df immer auf meinem Fu\u00df, wenn sie sich vor etwas graulte. Jeder hat schon mal einen Welpen gesehen oder beim eigenen erlebt, da\u00df er sich zwischen die Beine schmiegt, wenn ihm etwas nicht geheuer ist. Oder Ihr Hund kuschelt gerne mit Ihnen auf der Couch. Alles soweit in Ordnung. Aber es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen dem Welpen, der sich an Ihre Beine schmiegt, und dem Kind, das Papas Bein umklammert. Der Welpe holt sich den K\u00f6rperkontakt durch Anschmiegen, er oder Sie k\u00f6nnen jederzeit weggehen, ohne eine Umklammerung l\u00f6sen zu m\u00fcssen. Das Kind h\u00e4lt seinen Vater fest. So ganz ohne weiteres kann sich der nicht entfernen.<\/p>\n<p>Klammern bedeutet f\u00fcr Hunde \u201eBedrohung\u201c, das haben wir weiter oben gelesen. Zumindest ist dieser Faktor sehr wichtig. Hunde m\u00fcssen erst lernen, da\u00df unsere Umklammerungen nett gemeint sind und ebenfalls Sicherheit vermitteln k\u00f6nnen. Aber das m\u00fcssen sie lernen, jeder einzelne Hund aufs neue. Ein Hund, der nicht fr\u00fchzeitig Menschen und ihren ganz anderen Umgang mit den vorderen Gliedma\u00dfen kennengelernt hat, wird zeitlebens damit Probleme haben. Deshalb m\u00fcssen Sie auch hier vorsichtig und behutsam Ihrem Bello beibringen, da\u00df Sie Umarmungen und Festhalten nicht als Androhung, sondern Z\u00e4rtlichkeit, Schutz Sicherheit vermitteln.<\/p>\n<p>Na gut, sagen Sie jetzt, das hab ich schon verstanden. Aber wenn er an der Leine zieht, dann klammere ich doch nicht, so da\u00df er Angst haben mu\u00df. Wo Sie Recht haben, haben Sie Recht. Leider spielt das Klammern aber bei der Leinenf\u00fchrigkeit eine sehr wichtige Rolle.<\/p>\n<p>Mir war jahrelang nicht klar, warum ich nie ein Problem hatte, mit allen m\u00f6glichen Hunden, nicht nur mit meinen, an lockerer Leine zu gehen. Die Menschen kamen zu mir und wollten lernen, wie das geht, die Pelznase zog wie Hechtsuppe, ich nahm die Leine in die Hand und alles war wunderbar. Die Hundebesitzer waren verbl\u00fcfft, aber auch sehr frustriert, weil ich ihnen nicht sagen konnte, was ich anders machte. So peu \u00e0 peu konnte ich die verschiedenen Punkte, warum Hunde ziehen, analysieren und immer mehr Menschen gute Tipps geben, aber einen ganz entscheidenden Punkt habe ich erst ganz zum Schlu\u00df entdeckt.<\/p>\n<p>Folgende Situation: ein Mensch f\u00fchrt seinen Hund, der ganz schauerlich an der Leine zieht, ich nehme ihm die Leine ab, und von jetzt auf gleich geht der Hund ganz locker. Wir gehen 50-100 Meter, ich zeige dem Hundebesitzer, was ich mache, und gebe ihm die Leine zur\u00fcck. Und sofort f\u00e4ngt der Hund wieder an zu ziehen. Was passiert da? W\u00e4hrend ich die Leine locker halte und dem Hund die gesamte Leinenl\u00e4nge zur Verf\u00fcgung stelle, also mindestens 3 bis 5 Meter, verk\u00fcrzt Herrchen sofort die Leine auf ein absolutes Minimum. Zudem greift er mit beiden H\u00e4nden in die Leine, als m\u00fc\u00dfte er einen Flugzeugtr\u00e4ger fixieren, und legt sich nach hinten. Schlie\u00dflich mu\u00df er dem zu erwartenden Zug, der auch sofort einsetzt, standhalten. Wenn er versucht, gerade zu bleiben, geschweige denn er beugt sich nach vorne, ist zu erwarten, da\u00df er auf die Nase f\u00e4llt. Nicht witzig.<\/p>\n<p>Schon mal was geh\u00f6rt von sich selbst erf\u00fcllenden Prophezeiungen? Das ist eine Variante von &#8222;Das Bild in meinem Kopf&#8220;. Mit so etwas haben wir es hier unter anderem zu tun. Ich habe meinem Hund beigebracht zu ziehen, also erwarte ich, da\u00df er zieht, sobald die Leine eingeh\u00e4ngt ist. Und ich habe auch das entsprechende Bild von ihm.<\/p>\n<p>Anderes Beispiel: sowie ein Hund von vorne kommt, mutiert die ansonsten liebenswerte Fiffi zum geifernden, kl\u00e4ffenden Monster. Aber: sowie ein Hund von vorne kommt, selbst wenn Frauchen nur die Nasenspitze eines anderen Hundes sieht, &#8222;wei\u00df&#8220; sie, gleich explodiert Fiffi wieder. Beim ersten Spaziergang mit der neuen Hundetrainerin begegnen den beiden mindestens 3 Hunde, die eigentlich genau ins Schema fallen, aber trotzdem bleibt Fiffi ruhig. Was macht die Trainerin anders? Sie greift nicht sofort in die Leine, geht nicht direkt auf den anderen Hund zu, ger\u00e4t nicht in Panik&#8230;.. Was macht sie? Genau: sie l\u00e4\u00dft die Leine locker, weicht ein wenig aus, gibt Fiffi eine freundliche und klare Anweisung mitzukommen, h\u00e4lt ihre H\u00e4nde ruhig, sie tut alles, damit die Situation entspannt bleibt.<\/p>\n<p>Weil ich ein Mensch bin, weil ich wie meine wilden Verwandten die Affen, die als einzige S\u00e4ugetiere richtige Arme und H\u00e4nde haben, die sie dringend zum \u00dcberleben brauchen und h\u00e4ufig v\u00f6llig unbewu\u00dft einsetzen, halte ich die Leine fest, wie das vorher erw\u00e4hnte Baby den Finger umklammert. Und nicht nur mit einer Hand. Auch die zweite Hand wird dazu genommen, weil wir ja dem zu erwartenden Zug standhalten m\u00fcssen. Und schon habe ich einen leinenaggressiven und \/ oder schrecklich ziehenden Hund. Hat ein Hund Leinenf\u00fchrigkeit aber richtig gelernt, dann halten Sie die Leine ganz locker, mit einer Hand und bei vielen Hunden brauchen Sie theoretisch nur zwei Finger, \u00fcber die die Schlaufe h\u00e4ngt. Theoretisch, weil wir wollen ja nicht leichtsinnig werden.<\/p>\n<p>Menschen und ihre H\u00e4nde, ein wirklich kompliziertes und fast undurchschaubares Thema f\u00fcr Hunde. Achtsamkeit ist hier angesagt in jeder Hinsicht und in jeder Situation. In einem alten Hundebuch habe ich mal gelesen, was Kinder fr\u00fcher von ihren Eltern lernten, wie verschieden Tierarten sich wehren: Katzen kratzen, Hunde bei\u00dfen, Menschen schlagen. Wir k\u00f6nnen soviel mit unseren H\u00e4nden machen. Nettes und nicht ganz so nettes. Achten Sie darauf, da\u00df Streicheln und Kraulen und andere f\u00fcrsorgliche Handhabungen, \u00fcberwiegen. Dann gew\u00f6hnt sich Ihr Bello auch an daran, da\u00df Fuchteln nicht unbedingt b\u00f6se gemeint ist und H\u00e4nde und Arme eine freundliche Bedeutung f\u00fcr ihn haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kein Mensch kann daf\u00fcr garantieren, da\u00df sein Hund niemals an der Leine zieht. 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