{"id":1159,"date":"2015-12-03T17:43:18","date_gmt":"2015-12-03T16:43:18","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/?p=1159"},"modified":"2015-12-03T17:43:18","modified_gmt":"2015-12-03T16:43:18","slug":"motivation-nur-per-knopfdruck","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/?p=1159","title":{"rendered":"Motivation nur per Knopfdruck?"},"content":{"rendered":"<p lang=\"de-DE\" align=\"CENTER\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Warum man mit Hunden auch ohne Motiavtionsmarathon klar kommt.<br \/>\n<\/b>von Ute Rott<br \/>\nForsthaus Metzelthin<br \/>\n(Dieser Artikel erschien 2013 in der Zeitschrift Canisund)<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\">Ein kleiner Hund zieht im zarten Alter von 10 Wochen bei einer neuen Familie ein. Alle freuen sich, nach der Eingew\u00f6hnungszeit auch die Pelznase, und die ganze Familie ist schwer damit besch\u00e4ftigt, den Kleinen zu erziehen. Dazu gehen sie in eine Hundeschule, die mit positiver Motivation arbeitet, also den kleinen Kerl f\u00fcr alles belohnt und best\u00e4tigt, was er gut und richtig macht. So weit, so gut. Nur gehen die Meinungen auseinander, was gut und richtig ist, bzw. was so ein Hund im Alltag mit seinen Menschen tats\u00e4chlich braucht.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Diie-Wanderung-\u00fcber-den-Laufdiel-6.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1162\" alt=\"KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Diie-Wanderung-\u00fcber-den-Laufdiel-6-300x224.jpg\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Diie-Wanderung-\u00fcber-den-Laufdiel-6-300x224.jpg 300w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Diie-Wanderung-\u00fcber-den-Laufdiel-6-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\">F\u00fcr viele Hundehalter und leider auch f\u00fcr viele Trainer soll der Mensch im Mittelpunkt des Hundelebens stehen und zwar ohne Wenn und Aber. Und dazu wird der Hund motiviert auf Teufel komm raus. Denn nach wie vor sind die allermeisten Menschen davon \u00fcberzeugt, da\u00df man Hunde &#8222;zum Mitmachen&#8220; motivieren mu\u00df. Und das sollten wir uns etwas genauer ansehen. Der kleine Kerl hat ja seine Mama, seine Geschwister und die Menschen verloren, die ihn seit seiner Geburt begleitet und angeleitet haben. Er hat gelernt, wie er mit allen umgehen kann, so da\u00df die Welt in Ordnung ist, da\u00df die Mama sich liebevoll um ihn k\u00fcmmert und ihn besch\u00fctzt. Seine Menschen haben mit ihn lieb gehabt, aber auch schon mal das eine oder andere untersagt und ihn ebenfalls vor Gefahren besch\u00fctzt&#8230;. wie es mit Welpen eben in den ersten Wochen ihres Leben so l\u00e4uft.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/welpen-barfen-01.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-666\" alt=\"welpen-barfen-01\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/welpen-barfen-01-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/welpen-barfen-01-300x199.jpg 300w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/welpen-barfen-01.jpg 350w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\">Auch in der neuen Familie l\u00e4uft das erstmal so. In der Hundeschule lernen seine Menschen, dann da\u00df man ihn zu allem und jedem motivieren mu\u00df, z.B. mu\u00df er st\u00e4ndig auf seine Menschen achten, mu\u00df sie immer im Blick haben und mu\u00df immer darauf sehen, da\u00df er in ihrem n\u00e4heren Umkreis bleibt&#8230;.. Am Anfang klappt das auch ganz gut, da Welpen sich die ersten Wochen nur wenig von ihren Menschen l\u00f6sen und ihnen nachlaufen &#8222;wie ein kleiner Hund&#8220;. Nur mit der Zeit, wenn die Pelznase so f\u00fcnf. sechs Monate alt ist, f\u00e4ngt der Kleine an, die Welt ein bi\u00dfchen genauer zu erkunden und auch mal ungeplante Ausfl\u00fcge zu unternehmen. Und sp\u00e4testens jetzt f\u00e4ngt der Motivationsmarathon an. Da wird in den h\u00f6chsten T\u00f6nen gequietscht und gelobt, was das Zeug h\u00e4lt, da wird geclickert und mit Leckerchen um sich geschmissen, da\u00df es eine wahre Freude ist. Wenn Mensch viel Gl\u00fcck hat, diesen ganzen Stress durchsteht, und sein Hund irgendwann einfach aufgibt, bekommt er einen Hund, der ihn permanent im Auge beh\u00e4lt und daf\u00fcr im Gegenzug f\u00fcr jeden Blickkontakt zur Belohnung ein &#8222;click &#8211; priiimaa!&#8220; mit Leckerchen bekommt. Schlimm? Ich finde schon.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Berta-15.08.2011-011.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-594\" alt=\"Berta 15.08.2011 011\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Berta-15.08.2011-011-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Berta-15.08.2011-011-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Berta-15.08.2011-011-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\">Versetzen Sie sich einfach in die Situation des jungen Hundes. Er f\u00fchlt sich so sicher in seiner Welt, da\u00df er sich durchaus mal traut, ein bi\u00dfchen mehr zu erkunden. Und das ist normal und sollte in vern\u00fcnftigen Grenzen gef\u00f6rdert werden. Denn wenn er kein Interesse an der Welt h\u00e4tte, w\u00fcrde das auf eine schwere psychische St\u00f6rung hinweisen, dann k\u00f6nnte das z.B. bedeuten, da\u00df er von klein auf so unterdr\u00fcckt wurde, da\u00df er \u00fcberhaupt kein Selbstvertrauen aufbauen konnte. Die Pelznase in unserem Beispiel konnte das, ist also eigentlich alles gut gelaufen. Nur haben Menschen sehr sonderbare Vorstellungen, was Hunde d\u00fcrfen und was nicht, z.B. ist eines der Kapitalverbrechen: Hund unternimmt etwas auf eigene Initiative und hat auch noch Spa\u00df dabei. Und um das zu unterbinden, treibt die Phantasie mancher Menschen ungeheure Bl\u00fcten. Damit das nicht zu theoretisch bleibt, hier zwei Beispiele aus der Hundeschule.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Welpen-FJ-07-013.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1163\" alt=\"Welpen FJ 07 013\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Welpen-FJ-07-013-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Welpen-FJ-07-013-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Welpen-FJ-07-013-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\">Als ich hier in Metzelthin anfing als Trainerin zu arbeiten, meldete sich eines Tages ein Mann mit einer Dackelh\u00fcndin an, die nach seiner Aussage extrem dominant sei, sich immer durchsetzen und alles kontrollieren wolle. Jetzt traut man einem Dackel allerhand zu und ich machte mich auf eine kleine Tyrannin gefa\u00dft. Wie erstaunt war ich, als der Kunde die Klappe seines Kombis \u00f6ffnete und mich ein freundliches, kleines Dackelm\u00e4dchen anlachte. Sehr fidel sprang sie heraus und nach einer ausgiebigen Begr\u00fc\u00dfung machte sie sich an die Erkundung des Hundesplatzes. Irgendwo fand sie ein St\u00f6ckchen, mit dem sie sofort ein lustiges Spiel begann: in die Luft werfen, auffangen, rumtragen, drauf w\u00e4lzen&#8230;. sie hatte allerhand Ideen und machte einen absolut ausgeglichenen und fr\u00f6hlichen Eindruck. Wir standen daneben und zumindest ich hatte meine helle Freude. Ihr Herrchen war dagegen voller Sorge und er fragte permanent, ob sie das auch d\u00fcrfe. Sie durfte und ich konnte ihn auch beruhigen: es handelte sich weder um einen Kontrollfreak noch um eine Haustyrannin, sondern einfach um eine kleine H\u00fcndin, die sich ihres Lebens freute. Und das ist erlaubt, auch wenn der Mensch nicht der direkte Anlass dazu ist, deshalb mu\u00df der Hund keinen Antrag einreichen.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: center;\" align=\"LEFT\"><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Anni-aus-Suhl.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" alt=\"MINOLTA DIGITAL CAMERA\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Anni-aus-Suhl-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\">Das zweite Beispiel hat etwas Tragisches. Auf einem Messestand bei der Heimtiermesse in Berlin konnte ich ein paar Jugendliche beobachten, von denen jeder einen Hund dabei hatte. Die jungen Leute machten nicht den Eindruck, als seien sie selber von militaristischem Gehorsam angetan, aber ihre Hunde waren einem wahren Clickerfeuer ausgesetzt. Ununterbrochen mu\u00dften sie ihre Menschen ansehen und bekamen fast im Sekundentakt jedesmal ein begeistertes &#8222;priiiimaaa &#8211; click!&#8220; und dazu ein Leckerchen. Man kann beruhigt annehmen, da\u00df diese Hunde geistig zu nichts mehr in der Lage waren, da sie \u00fcberhaupt keine Zeit hatten, irgendetwas auf dieser Welt zu bemerken au\u00dfer ihren dauerbest\u00e4tigenden Menschen.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Welpen-FJ-07-012.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-599\" alt=\"Welpen FJ 07 012\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Welpen-FJ-07-012-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Welpen-FJ-07-012-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Welpen-FJ-07-012-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\">W\u00e4hrend das Beispiel mit dem Dackelchen relativ leicht abzuhaken ist, ist diese Best\u00e4tigungswut von etwas angeblich richtigem wie im zweiten Beispiel eine absolute Horrorvorstellung. Wo bitte ist hier f\u00fcr den Hund der Unterschied, ob er in ein permanentes Fu\u00df- oder Platzkommando mit exakt vorgeschriebenem Abstand zum Menschen &#8211; z.B. Schnauze exakt in Knieh\u00f6he &#8211; gezwungen wird oder ob er mit angeblich positiver Motivation Dauerblickkontakt zu seinem Menschen halten soll? So oder so wird er Hund zur Konditionierungsmaschine herabgew\u00fcrdigt und in eine tierschutzrelevante Abh\u00e4ngigkeit gezwungen. Ob er jetzt auch mal gelobt oder mit Leckerchen belohnt wird, ist nicht mal mehr zweitrangig.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Oktober-07-042-x.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-630\" alt=\"Oktober 07 042 x\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Oktober-07-042-x-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Oktober-07-042-x-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Oktober-07-042-x.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\">Es gibt ein paar Tatsachen, die sollte man sich als Hundehalter immer wieder ins Bewu\u00dftsein rufen:<br \/>\n1. Allzu gro\u00dfer Erkundungsfreude und Selbst\u00e4ndigkeit hat die Natur bei jungen Hunden einen sehr effektiven Riegel vorgeschoben. Das sind die sog. Fremdelphasen oder spooky periods. Diese treten ca. 4-5 Mal im Leben eines jungen Hundes ein und machen ihn f\u00fcr kurze Zeit, meistens 1-2 Wochen, allem Neuen gegen\u00fcber mi\u00dftrauischer und vorsichtiger. Sie sind immer eine Folge erh\u00f6hter Erkundungsfreude und bewirken, da\u00df der Hund das Erlernte verarbeiten kann und sich nicht \u00fcbernimmt. Frei nach dem Motto: es ist besser eine Mahlzeit zu vers\u00e4umen, als eine zu werden. Der Mensch mu\u00df eigentlich nur noch darauf achten, ihn freundlich an Neues heranzuf\u00fchren, ihm gen\u00fcgend Gelegenheit geben, gefahrlos unbekannte Dinge zu erforschen und ihm in der Fremdelphase Sicherheit zu vermitteln.<br \/>\n2. Hunde sind grunds\u00e4tzlich motiviert, mit uns zusammen zu arbeiten. Einfach so. Wenn das nicht so w\u00e4re, g\u00e4be es keine Hunde bei uns. Oder glaubt irgendjemand, ein Viehhirte, J\u00e4ger oder Bauer vergangener Zeiten h\u00e4tte mit der Motivation seiner Hunde einen Riesenaufwand betrieben? Warum auch? Hunde und Menschen sind dazu geschaffen in sehr komplexen Sozialverb\u00e4nden zu leben. Und das bedeutet, da\u00df man auf einander achtet, da\u00df man kooperiert und gro\u00dfes Interesse an Kooperation und Kommunikation hat. Ich bin sogar davon \u00fcberzeugt, da\u00df f\u00fcr die meisten Hunde einfach das Zusammensein mit ihren Menschen selbstmotivierend ist, zumindest solange wir die Bed\u00fcrfnisse der Hunde richtig einsch\u00e4tzen und auf sie eingehen.<br \/>\n3. &#8222;Motivation&#8220; kann auch als Druckmittel fungieren. Vor allem gilt das dann, wenn der Hund Dinge tun soll, die nicht wirklich hundgem\u00e4\u00df sind, z.B. permanenten Blickkontakt mit seinem Menschen halten, oder nicht weiter als zwei Meter weggehen oder niemals zum Schn\u00fcffeln oder Pipimachen stehen zu bleiben, ohne da\u00df der Mensch das erlaubt. Stimmt, zu solchen Dingen mu\u00df man seinen Hund motivieren, denn das w\u00fcrden sie von sich aus nicht tun. Wir \u00fcbrigens auch nicht. Kein Mensch w\u00fcrde sich von seinem Partner eine derartige Tyrannei gefallen lassen &#8211; au\u00dfer man hat ein \u00e4u\u00dferst merkw\u00fcrdiges Verst\u00e4ndnis von Partnerschaft oder liebt z.B. goldene K\u00e4fige.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\">Und schlie\u00dflich und endlich: jedes Lebewesen hat ein Recht darauf, Eigenst\u00e4ndigkeit und Selbst\u00e4ndigkeit zu erlangen. Das sollte ein wichtiger Aspekt in der Hundeerziehung sein. Denn Erziehung bedeutet: ich zeige dir wie Leben geht und wie wir beide gut zusammen durchs Leben kommen. Erziehung bedeutet auch: ich als Mensch \u00fcbernehme die Verantwortung f\u00fcr ein mir anvertrautes Lebewesen und ich trage Sorge daf\u00fcr, da\u00df es in allen Lebenslagen gut zurecht kommt, auch mal ohne meine Hilfe. Denn was passiert, wenn wir getrennt sind und niemand da ist, um alles und jedes zu clickern?<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><a href=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/2015-09-15-13.39.45.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" alt=\"2015-09-15 13.39.45\" src=\"http:\/\/blog.forsthaus-metzelthin.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/2015-09-15-13.39.45-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: small;\">Wenn Sie jetzt vermuten, da\u00df ich etwas gegen den Clicker oder gegen Leckerchen oder gar gegen Loben haben, dann mu\u00df ich Sie entt\u00e4uschen. Alle drei Varianten geh\u00f6ren bei mir zum Repertoire. Es nur hier wie \u00fcberall: die Dosis macht&#8217;s.<\/span><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\">\n<p lang=\"de-DE\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum man mit Hunden auch ohne Motiavtionsmarathon klar kommt. von Ute Rott Forsthaus Metzelthin (Dieser Artikel erschien 2013 in der Zeitschrift Canisund) Ein kleiner Hund zieht im zarten Alter von 10 Wochen bei einer neuen Familie ein. 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